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Sehnde Neues Verfahren: Arbeiten an Ortsdurchfahrt dauern nur zwei Tage
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Neues Verfahren: Arbeiten an Ortsdurchfahrt Sehnde-Dolgen dauern nur zwei Tage

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18:36 24.09.2019
Arbeiter asphaltieren die Ost-West-Straße in Dolgen. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Dolgen

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Dolgen ist abgeschlossen. Arbeiter der beauftragten Firma AS aus Verden asphaltierten von Montagnachmittag bis Dienstagabend die Ost-West- sowie die Haimarer Straße. Somit konnte am Dienstagnachmittag die Sperrung wieder aufgehoben werden. Bei den Arbeiten wurde das Verfahren Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise (DSK) angewendet, das mehrere Vorzüge mit sich bringt.

Regen verzögert Arbeiten

Die Arbeiten mussten zunächst verschoben werden. Grund dafür sei der Regen am Montag gewesen, berichtete Vorarbeiter Frank Hepke. Erst am Montagnachmittag konnte die Kehrmaschine die alte Schicht erst reinigen, und danach trugen Hepke und seine Kollegen den ersten Belag auf der Kreisstraße 136 zwischen Dolgen und Haimar sowie Evern auf.

Umweltfreundliche Kaltbauweise

Zwei Schichten wurden dabei dünn aufgetragen. Der Asphalt besteht aus einem Gemisch aus grobem Zement, einer Bitumenemulsion, einigen weiteren Zusätzen und rund 20 Prozent Wasser. „Auf der Baustelle wird das Gemisch in einer kombinierten Misch- und Verlegemaschine fortlaufend produziert und direkt auf die Straße gegossen“, erklärt Arbeiter Martin Bartsch. Zudem sei diese Bauweise sehr umweltfreundlich, weil weniger Material verbaut werde und somit Ressourcen geschont werden. Außerdem werde Energie eingespart, weil bei der Kaltbauweise das Aufheizen des Asphaltgemischs entfalle.

Region investiert 80.000 Euro

Dieses Verfahren hat aber auch noch andere Vorteile: „Die neue Deckschicht kann schon nach 20 Minuten nach dem Einbau dem Verkehr übergeben werden“, erklärte der Arbeiter. Und die mittlere Nutzungsdauer liege bei etwa zehn Jahren. Zu guter Letzt, so Bartsch weiter, müsse die Straße nicht ausgekoffert und dann wieder neu verfüllt werden. Die neue Variante mit dem dünn aufgetragenen Material verringere die Baukosten um rund ein Drittel, nannte Bartsch einen weiteren Pluspunkt für das Verfahren, das in Dolgen angewendet wurde. Die Region investierte in die Sanierung der Ortsdurchfahrt 80.000 Euro.

Schäden auf Kreisstraße 136 sind überfällig

Die Ortsdurchfahrt musste dadurch auch nicht so lange gesperrt werden. Die Arbeiten dauerten nur zwei Tage, die Baustelle währte allerdings fünf Tage – sie wurde bereits am Freitag eingerichtet und Dienstag wieder abgebaut. Gleichwohl gab es laut Ortsbürgermeister Konrad Haarstrich einige wenige Nörgler, die der Umleitungsverkehr über die Kutscherstraße gestört habe. „Allen kann man es nicht recht machen“, sagt er.

Fakt ist: Die Kreisstraße 136 ist nach der Sanierung der B 65 vor eineinhalb Jahren, als der Verkehr lange über Dolgen geführt wurde, wegen der Verkehrsbelastung stark beschädigt gewesen und musste nun saniert werden. Indes hatten sich etliche Anrufer beim Ortsbürgermeister gemeldet, warum die Fahrbahn der Kutscherstraße in Richtung Evern nicht im gleichen Zuge komplett erneuert wurde. „Die meisten bedauern, dass diese nur ausgebessert wurde“, so Haarstrich.

Auch in Bolzum und Höver gibt es Straßensanierungen

Nach Dolgen folgen nun auch Sanierungen von Straßen in Bolzum und Höver mit dem sogenannten DSK-Verfahren, das für Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise steht. Die Stadt Sehnde lässt vom Montag, 30. September, bis Mittwoch, 2. Oktober, folgende Straßen unter Vollsperrung sanieren: Die Burgstraße in Bolzum erhält einen neuen Belag, in Höver sind Arbeiten an der Ostdeutschen Straße geplant. Die Arbeiten erfolgen in Form einer Wanderbaustelle, sodass die Fahrbahn relativ zeitnah wieder befahrbar ist. Die Einschränkungen für die Anwohner werde man so gering wie möglich halten, teilte die Stadt Sehnde mit. Im unmittelbaren Sanierungsbereich könne es jedoch zu Verkehrsbehinderungen kommen. Witterungsbedingte Verzögerungen der Bauarbeiten können nicht ausgeschlossen werden.

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Von Katerina Jarolim-Vormeier

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