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Sehnde Jugend erobert in Sehnde die Königswürden
Umland Sehnde Jugend erobert in Sehnde die Königswürden
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12:23 28.10.2018
Vorwiegend jung: Die Sehnder Stadtmajestäten Henrik Schnabel (von links), Isabelle Hatesuer, Birgit Borchert und Yannick Schnabel. Quelle: Michael Schütz
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Sehnde

Die hohe Zeit der Schützenvereine ist der Sommer, wenn die Majestäten bestimmt und gefeiert werden. „Die Schützenfeste sind leider alle vorbei“, bedauerte am Sonnabend Janina Behrens im Restaurant La Villetta. „Aber wir haben ja noch den Stadtkönigsball.“ Der Ball mit der Proklamation der Stadtkönige ist ebenfalls ein gesellschaftlicher Höhepunkt im Jahr. Den feierten die Schützen der Stadt Sehnde, der Dachverband der elf Vereine der Stadt, am Sonnabendabend, und gemäß der Rotation war die Schützengesellschaft Sehnde mit ihrer Vorsitzenden Behrens in diesem Jahr der Gastgeber.

Volles Haus: Die Schützen aus der Stadt vergnügen sich beim Stadtkönigsball. Quelle: Michael Schütz

Natürlich ist das Feiern bis in die Nacht für viele Besucher die Hauptsache gewesen, aber vor dem Vergnügen gab es auch dieses Mal einen offiziellen Teil, den Christoph Schemschat, Chef der Schützen der Stadt, am Beginn zu absolvieren hatte. Schließlich ist der Grund des Balles die Proklamation der Stadtschützenkönige. Im September waren alle Majestäten aus den Vereinen eingeladen, die Stadtkönige zu ermitteln. Die Beteiligung sei in diesem Jahr sehr gut gewesen, zeigte sich Schemschat zufrieden. „Das ist nicht immer so gewesen.“ Bei der Damenkonkurrenz seien sogar alle elf Königinnen aus dem Stadtgebiet angetreten.

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Als einen besonderen Grund zur Freude empfand Schemschat den Altersdurchschnitt der Majestäten. Mit König Yannick Schnabel aus Sehnde, Jugendkönig Henrik Schnabel (Sehnde) und Schülerkönigin Isabelle Hatesuer aus Bilm seien drei der Majestäten nicht älter als 25 Jahre. Bei Königin Birgit Borchert aus Höver gehe es dagegen um die Erfahrung, übte er sich in Galanterie.

Zu jedem Stadtkönigsball wird auch immer das Rats- und Gästeschießen ausgetragen. In diesem Jahr gewann es Janina Behrens. Die rote Laterne ergatterte die SPD-Ratsfrau Andrea Gaedecke. Sie übernahm die Trophäe für die schlechteste Neun von ihrem Parteikollegen Olaf Kruse. Die Vorliebe der roten SPD für die rote Laterne sei schon kurios, sagte Schemschat, selbst sozialdemokratisches Ratsmitglied und Ortsbürgermeister in Höver, mit einem Schmunzeln.

Von Michael Schütz