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Sehnde Tödlicher Unfall: B443 zwischen Sehnde und Laatzen wieder frei
Umland Sehnde

Schwerer Unfall mit Lkw: B443 zwischen Sehnde und Laatzen gesperrt

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17:47 08.10.2019
Bei dem schweren Unfall auf der B443 zwischen Sehnde und Laatzen ist eine 76-jährige Frau ums Leben gekommen. Quelle: Christian Elsner
Sehnde

Auf der Bundesstraße 443 zwischen Sehnde und Laatzen ist am Dienstagmorgen eine Autofahrerin ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, geriet die 76-Jährige um 9.20 Uhr im Ortsteil Wassel auf gerader Strecke in den Gegenverkehr. Ein Lastwagen konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und prallte frontal mit dem Ford B-Max zusammen. Der aus Wassel stammende Berufsfeuerwehrmann Karsten Gurkasch war als erster vor Ort. Der 36-Jährige ist ausgebildeter Notfallsanitäter und kennt jeden Handgriff – dennoch kam jede Hilfe zu spät. Das Opfer starb noch am Unfallort. Die B443 zwischen dem Abzweig nach Müllingen und Wassel blieb in beiden Richtungen bis zum frühen Abend gesperrt.

„Die Ursache für den Unfall ist noch nicht klar“, sagt Polizeisprecher Philipp Hasse. Die 76-Jährige war in ihrem Ford B-Max in Richtung Autobahn 7 unterwegs, als sie im Müllinger Forst kurz vor der Einmündung zur Kreisstraße 147 nach Müllingen nach links von der Fahrbahn abkam. Der 64-jährige Fahrer eines entgegenkommenden Lkw wollte noch ausweichen, konnte eine Kollision aber nicht mehr verhindern. Nach dem Frontalzusammenstoß prallte der Laster noch gegen einen Baum. Der Ford wurde durch die Wucht über die Fahrbahn geschleudert und kam in einem Grünstreifen zum Stehen. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 25.000 Euro.

Bei einem Lkw-Unfall auf der B443 wurde eine 76-jährige Frau tödlich verletzt. Die Bilder vom Einsatz.

Lkw-Fahrer ins Krankenhaus gebracht

Neben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wurde ein Rettungshubschrauber zum Unfallort gerufen. Die Helfer konnten allerdings nur noch den Tod der 76-Jährigen feststellen. Der Lkw-Fahrer erlitt durch den Aufprall leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Im Führerhaus des Lastwagens befand sich auch ein Hund, dieser blieb nach Angaben der Feuerwehr jedoch unversehrt. Um den Unfallhergang endgültig klären zu können, bittet die Polizei unter Telefon (0511) 109 18 88 um Zeugenhinweise.

Die Windschutzscheibe des Ford ist durch die Wucht des Aufpralls herausgerissen worden, das Führerhaus völlig zerstört. Quelle: Sina Schuldt/dpa

Nach Angaben von Karsten Gurkasch, Mitglied der Berufsfeuerwehr Hannover und einer der Pressesprecher der Stadtfeuerwehr Sehnde, waren Beamte der Justizvollzugsanstalt Sehnde bei seinem Eintreffen fünf Minuten nach der Alarmierung zufällig schon vor Ort und versuchten, Erste Hilfe zu leisten. „Ich habe Urlaub und war zu Hause, deshalb war ich vor der Polizei und allen anderen da“, berichtet der 36-Jährige. Mithilfe von Aktiven der Ortsfeuerwehr Müllingen habe er die Schiebetür des Ford B-Max gewaltsam öffnen können und dann eine sogenannte Crash-Rettung eingeleitet: Sitze nach hinten geklappt, Sicherheitsgurte durchgeschnitten und das eingeklemmte Unfallopfer aus dem Fahrzeug gezogen.

Seelsorger für die Helfer

Da die 76-Jährige keinen Puls mehr gehabt habe und er einen Herzstillstand vermutete, habe Gurkasch sofort mit der Reanimation begonnen und eine Herzdruckmassage gemacht. Doch auch der Einsatz des mittlerweile eingetroffenen Notarztes habe aufgrund der mehrfachen Verletzungen nicht mehr geholfen. Besonders tragisch ist, dass das Unfallopfer für Gurkasch keine Unbekannte ist – sie wohnte ebenfalls in Wassel und ist die Schwiegermutter eines Feuerwehrkameraden. „Ich kannte sie vom Sehen, das ist immer schwer, wenn man Leute kennt.“

Für ihn als Berufsfeuerwehrmann mit 15 Jahren Einsatzerfahrung sei solch ein Einsatz aber fast sein alltäglicher Job. Anders sei dies für die Kollegen von der Ortsfeuerwehr Müllingen gewesen. „Das war für sie sehr belastend, denn als Ersthelfer ist man selten vor Ort.“ Der Ortsbrandmeister habe deshalb einen Notfallseelsorger kommen lassen, um das Erlebte bei einem Nachsorgegespräch im Feuerwehrhaus Müllingen zu verarbeiten.

Die B443 musste wegen der polizeilichen Ermittungen und komplizierten Bergungsarbeiten stundenlang gesperrt werden. Nach Angaben der Polizei musste der Unfall-Lkw zunächst komplett entladen werden, bevor er abtransportiert werden konnte. Erst gegen 17.30 Uhr wurde die B443 durch die Straßenmeisterei wieder freigegeben. Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen empfahl bis dahin, das Gebiet weiträumig beispielsweise über die nördlich gelegene B65 zu umfahren.

Von Peer Hellerling und Oliver Kühn

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