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Sehnde Neues Gewerbegebiet: Bald rollen 1000 Fahrzeuge mehr am Tag
Umland Sehnde

Sehnde: 1000 Fahrzeuge täglich im Gewerbegebiet Sehnde-Ost

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11:39 06.02.2020
Die archäologischen Untersuchungen auf der Fläche des neuen Gewerbegebietes in Sehnde sind inzwischen abgeschlossen –jetzt geht es an die Details. Quelle: Oliver Kühn
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Sehnde

Der Verkehr und das äußere Erscheinungsbild – das waren für die Mitglieder der Ortsräte von Rethmar und Sehnde bei ihrer gemeinsamen Beratung des geplanten Gewerbegebietes Sehnde-Ost die wichtigsten Themen. Sie haben zu den Plänen einige Änderungs- beziehungsweise Zusatzwünsche, denen sich auch der Stadtentwicklungsausschuss angeschlossen hat.

Die Absicht, den Bereich westlich der Entlastungsstraße bis zum Borsigring zum Gewerbegebiet zu machen, besteht schon lange. Doch zum Teil sogar schon sehr konkrete Ansiedlungspläne zerschlugen sich immer wieder – bis sich jetzt mit einem Getränke-Logistiker wieder ein ernsthafter Interessent für einen erheblichen Teil des rund 16 Hektar großen Geländes gemeldet hat. Vor gut einem Jahr fasste die Stadt, der das Areal gehört, den Grundsatzbeschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans. Jetzt hat das Hildesheimer Büro Planerzirkel einen Entwurf vorgelegt.

Am Ostrand von Sehnde ist ein neues Gewerbegebiet geplant. Quelle: Grafik: Amparo Llorens (Archiv)

Täglich 300 zusätzliche Lastwagen

Er sieht die Aufteilung in vier Bereiche vor, von denen der südliche, an die Peiner Straße angrenzende, mit rund sechs Hektar der größte ist. Dort will sich der Getränkehändler niederlassen. Dagegen gab es von den Kommunalpolitikern auch keine grundsätzlichen Einwände. Aber da dessen große Halle mit einer Höhe von 16 Metern auf dem höchsten Punkt des nach Osten um etwa 1,5 Meter abfallenden Geländes nach ihrer Einschätzung das Landschaftsbild besonders von Rethmar aus stark beeinträchtigen könnte, forderten sie eine Absenkung um einen Meter. Dabei soll es dem Bauherrn überlassen bleiben, ob er Erdreich abträgt oder die Halle ein Stück in den Boden versenkt.

Die Anbindung der neuen Gewerbegrundstücke soll von der Entlastungsstraße und vom Borsigring her erfolgen. Laut einem Verkehrsgutachten wird mit etwa 1050 zusätzlichen Fahrzeugen täglich durch das neue Gewerbegebiet gerechnet, darunter rund 300 Lastwagen. Von diesen werden mit 88 die meisten über die Bundesstraße 443 an- beziehungsweise abrollen. Kaum weniger sollen es in beiden Richtungen auf der B 65 sein, auf der nach den Berechnungen jeweils 82 ihren weg durch Ilten beziehungsweise Rethmar nehmen werden.

Linksabbiegern soll geholfen werden

Da es in Rethmar an der Kreuzung der B 65 mit der Guts- beziehungsweise Triftstraße schon jetzt Probleme für Autofahrer gebe, die jeweils nach links auf die Bundesstraße einbiegen wollen, solle dort eine Ampel mit Bodenschleifen installiert werden, über die grünes Licht ausgelöst werden könnte, schlug Klaus-Walter Digwa (SPD) aus dem Ortsrat Rethmar vor. Gleichzeitig „fordern wir noch vehementer als bisher“ eine Fußgängerampel am Ortseingang aus Richtung Evern, sagte Digwa. Außerdem solle der Fußweg von dort bis zum Osterkamp so gestaltet werden, dass Schüler ihn auch mit Rollern oder Skatern nutzen können. Beide Ortsräte und der Stadtentwicklungsausschuss unterstützen die Forderungen.

Das gilt auch für den Wunsch nach einer möglichst starken Begrünung. „Die große Halle sollte sich einfügen“, sagte der Rethmarer Ortsratsherr Axel Friehe (CDU), „da sollten nicht einfach Blechfassaden hingestellt werden.“ Fachbereichsleiter Godehard Kraft wies darauf hin, dass Fassadenbegrünungen schwierig seien: „Die Pflanzen verbrennen im Sommer auf Metall“, warnte er. Den Einwand ließ Digwa nicht gelten: „Man kann Rankgitter vor die Fassaden stellen“, meinte er. Zumindest ein Teil der Fassaden ließe sich so begrünen. Die Politiker verständigten sich schließlich darauf, dass vor einem endgültigen Beschluss noch ein Gespräch mit dem Investor über Farbgestaltung und Begrünung geführt werden soll.

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