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Sehnde Eisstockschießen im August: 28 Sportler sind dabei
Umland Sehnde

Sehnde: 28 Sportler treffen sich zum Turnier im Eisstockschießen in Bilm

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15:56 18.08.2019
Die Eisstöcke sind mehr als vier Kilogramm schwer. Jeder Spieler sucht sich eine eigene Scheibe aus und stimmt seine Technik darauf ab. Quelle: Gabriele Gerner
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Bilm

Sie kamen aus Flensburg und Dortmund, aus Pinneberg und Neumünster, vom Möhnesee und aus dem Heidekreis: 28 Spieler aus vier Bundesländern sind am Sonnabend in Bilm im Eisstockschießen gegeneinander angetreten. Sieben Mannschaften wetteiferten um die besten Plätze beim 21. Einladungsturnier des Eissport Clubs (EC) Bilm. Gut ein Dutzend Spieler trat anschließend bei der zweiten Norddeutschen Meisterschaft im Weitschießen gegeneinander an. Statt auf Eis, das ja im August Mangelware ist, wurde auf Asphalt gespielt – doch das ist in diesem Sport keine Seltenheit.

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„Es ist ein toller Sport“, schwärmte Ulrike Marten. „Man ist an der frischen Luft, und es kommt nicht nur auf Kraft, sondern auch auf Taktik an.“ Die 68-Jährige ist seit 2006 zusammen mit ihrem Mann Karl-Heinz aktives Mitglied im EC Bilm und widmet dem Eisstockschießen einen großen Teil ihrer Freizeit. Mehr als zehn Mal im Jahr werden Turniere in ganz Deutschland ausgetragen.

Beim Eisstockschießen geht es familiär zu

Die Spieler sind eine eingeschworene Gemeinschaft. „Es geht sehr familiär zu“, pflichtete Harold Kiesel, Vorsitzender des EC Bilm, bei. Manch einem gelingt es sogar, die Leidenschaft für diesen Sport auf die eigenen Familienmitglieder zu übertragen. So zum Beispiel Ingolf Cwitzers vom Möhnesee, der schon seit mehr als 40 Jahren im Eisstockschießen aktiv ist. Er ist mit Tochter Sonja (27) angereist, die sich seit 13 Jahren für diesen Sport begeistert. Guido Heyn-Schmidt vom EC Bilm hat bereits seine Ehefrau mit dem Eisstock-Virus angesteckt. Ob es bei der dreijährigen Tochter klappt, wagt er noch nicht einzuschätzen. Der 31-Jährige ist zweifacher norddeutscher Meister im Weitschießen.

Eine Spielerin in der Konzentrationsphase kurz vor dem Abschuss des Eisstocks. Quelle: Gabriele Gerner

Im Gegensatz zum Mannschaftssport des Eisstockschießens ist das Weitschießen eine Einzel-Disziplin. Hierbei geht es darum, den Stock so weit wie möglich zu schießen – das Wort „werfen“ ist in diesem Sport verpönt. Während der Weltrekord bei mehr als 566 Metern liegt, kämpfen die Athleten deutschlandweit um Distanzen, die bei etwa 100 Metern liegen. „Gegen die Bayern haben wir dabei keine Chance“, sagte Heyn-Schmidt. Deshalb fühlte er sich sehr geehrt, zweimal den „Flachlandpokal“ als bestern Norddeutscher gewonnen zu haben.

Training für Rücken- und Bauchmuskulatur

Doch Eisstockschießen ist nicht nur etwas für Muskelpakete – ganz im Gegenteil: Etliche Rentner und zierliche Frauen fanden sich unter den Sportlern. „Dieser Sport bietet eine moderate, kurze Anstrengung, aber auch viele Pausen. Rücken- und Bauchmuskulatur werden hervorragend trainiert“, sagte Harold Kiesel. Auch Taktik spiele eine große Rolle, muss der mehr als vier Kilogramm schwere Stock doch – ähnlich wie beim Schießen mit einem Gewehr – in ein Zielfeld bugsiert werden.

Der Vorsitzende war mit dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden. „Dafür, dass zeitgleich zahlreiche Einschulungen stattfinden und eine beliebte Vereinskollegin ihren 30. Geburtstag feiert, haben wir viele Teilnehmer zusammenbekommen“, sagte er. Am Mittag wurden die Gäste mit Rindfleischgulasch mit Nudeln und einer Nachspeise von Karl-Heinz Marten verwöhnt. Am Nachmittag gab es selbst gebackenen Kuchen. So viel Einsatz für diesen Sport wurde belohnt: Im Jahr 2021 wird in Bilm die gesamtdeutsche Meisterschaft im Eisstockweitschießen ausgerichtet.

28 Sportler aus vier Bundesländern treten beim Eisstockschießen und bei der Norddeutschen Meisterschaft im Weitschießen in Bilm gegeneinander an. Gespielt wird auf Asphalt.

Von Gabriele Gerner

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