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Sehnde 500.000 Euro Schaden nach Treckerbrand – Mit Video
Umland Sehnde

Sehnde: 500.000 Euro Schaden nach Treckerbrand

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15:15 26.07.2019
Trecker und Strohpresse, Heuballen sowie ein 5000 Quadratmeter großes Stoppelfeld sind den Flammen zum Opfer gefallen. Quelle: Stadtfeuerwehr Sehnde
Dolgen

Gewaltige Kosten: Der Schaden nach dem Treckerbrand im Sehnder Ortsteil Dolgen am Donnerstag liegt nach Schätzungen der Polizei bei etwa 500.000 Euro. Als Ursache haben die Brandermittler am Freitagmorgen einen technischen Defekt an dem Traktor ausgemacht.

Sämtliche Feuerwehren aus dem östlichen Stadtgebiet Sehndes waren am Donnerstagnachmittag zu dem Feuer im Ortsteil Dolgen ausgerückt. An der Straße Pfannenstiel war gegen 15.40 Uhr der Trecker samt Strohpresse und geladenen Heuballen in Flammen aufgegangen. Dadurch sind auch rund 5000 Quadratmeter eines abgeernteten Stoppelfeldes in Brand geraten und vernichtet worden. Drei Einsatzkräfte seien bei dem Einsatz verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, sagt Michael Schulz, Pressesprecher der Stadtfeuerwehr Sehnde.

Bach muss angestaut werden

Die riesige schwarze Rauchwolke war am Donnerstag bis nach Hannover und Hildesheim zu sehen. Ein 25-jähriger Treckerfahrer habe sogenannte Quaderballen gepresst, als er Rauch und kurz darauf Feuer unter seinem Trecker bemerkt habe, schildert Schulz. Der Versuch, das Feuer mit einem Pulverlöscher einzudämmen, sei aber gescheitert.

Der Treckerfahrer hatte nach den erfolglosen Löschversuchen die Feuerwehr alarmiert, die nach Angaben von Schulz mit etwa 75 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen aus Dolgen, Haimar, Evern, Rethmar und Sehnde ausgerückt waren, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Um genügend Wasser auf das abseits vom Ort gelegene Feld pumpen zu können, mussten ein Bach angestaut und ein Brunnen des Landwirts angezapft werden. „Anschließend wird der Brandherd mit Schaum abgedeckt, damit keine Glutnester bleiben“, erläutert Schulz. Der Landwirt hatte mit einem Trecker zudem Schneisen und mit einem sogenannten Grubber die qualmenden Ballen auseinandergezogen.

Ein Landwirt zieht Schneisen über das abgeerntete Stoppelfeld, damit sich das Feuer nicht ausbreiten kann. Im Hintergrund ist das Kraftwerk Mehrum zu sehen. Quelle: Stadtfeuerwehr Sehnde

Anwohner hört mehrere Explosionen

Anwohner Wilfried Brauns, Ratsherr der Grünen, hatte zudem mehrere Explosionen gehört. „Das hat fünf- oder sechsmal richtig laut geknallt.“ Nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Schulz seien dies platzende Reifen gewesen. Bitter für drei seiner Kollegen: Da der Wind schlagartig gedreht habe, hätten drei Einsatzkräfte plötzlich im beißenden Qualm gestanden und sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen. Sie mussten mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Aktuelle Polizeimeldungen

Die aktuellsten Polizeinachrichten aus Sehnde lesen Sie hier in unserem Ticker.

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