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Sehnde Autorin Anke Weber stellt ihre Kolumnen über das Landleben vor
Umland Sehnde

Sehnde: Autorin Anke Weber stellt ihre Kolumnen über das Landleben vor

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09:29 27.11.2019
Anke Weber und Hausherr Ludger Goeke von der Dorffgärtnerei Ilten unterhalten sich bei der Adventsausstellung über die Kolumnen über das Landleben. Quelle: Michael Schütz
Ilten

Es war so etwas wie ein Heimatbesuch, auf den sich Anke Weber am Sonntag begab. Die Autorin aus dem Aller-Leine-Tal hat sich einen Namen als Verfasserin von Kolumnen gemacht, die sie in den Zeitungen „Walsroder Zeitung“ und „Göttinger Tageblatt“ veröffentlicht. In diesem Jahr hat die 52-Jährige einen Sammelband ihrer Kolumnen herausgebracht. Für eine Signierstunde war sie jetzt bei der Adventsausstellung der Dorffgärtnerei Ilten zu Gast.

In Wassel aufgewachsen

Damit war sie nur wenige Kilometer von ihrer familiären Vergangenheit entfernt, denn Weber ist in Wassel aufgewachsen. Ihr Vater lebe heute noch dort, sagt sie. „Deswegen bin ich eigentlich wöchentlich in Sehnde.“ Der südliche Heidekreis, in dem sie mitten auf dem Land wohne, sei nicht so weit entfernt, dass die Verbindung abreißen müsse.

Für ihre Texte allerdings sei das Aller-Leine-Tal eine gute Basis. Das Buch trägt, ebenso wie ihre Kolumnen, den Titel „Mein Landleben“, und Weber beleuchtet darin die „Magie, die ich alltäglich auf dem Land entdecke.“ Und so geht es in den Texten um so ländliche Dinge wie Pilze pflücken, Waldbaden, Schnecken oder ein Rasenmäherdomino.

Kultur tanken in der Stadt

Die gebürtige Hannoveranerin liebt zwar das Landleben, sie sei in ihrer dörflichen Idylle auch gut integriert, wie sie sagt. „Aber trotzdem brauche ich ab und zu die Stadt.“ Und so nutzt sie regelmäßig die Lage ihres Wohnsitzes inmitten des Städtedreiecks Hannover, Bremen, Hamburg für kulturelle Ausflüge. „Und manchmal geht es auch nach Berlin.“

Die frühere Radiojournalistin, die einst bei ffn in der Nachrichtenredaktion arbeitete, genießt heute die Freiheit, selbstbestimmt eigene Texte zu schreiben. Der Prozess sei aber von unterschiedlicher Intensität. „Manchmal habe ich drei, vier verschiedene Ideen.“ Dann lege sie einiges davon in die Schublade, um gelegentlich darauf zurückzugreifen, wenn ihr die Themen ausgehen. Schließlich muss sie wöchentlich eine Kolumne abliefern. „Manchmal passen die Themen aus der Schublade aber trotzdem nicht, oder ich habe keine Lust, darüber zu schreiben.“

Nebensätze sind selten

Auffällig bei der Lektüre der Kolumnen, aber auch bei den Kindergeschichten, die Weber ebenfalls schreibt, ist ihr Hang zu kurzen, prägnanten Sätzen. Nebensätze scheinen ihre Sache nicht zu sein. Manchmal klingen ihre Texte deswegen stilistisch schroff, während die Inhalte eher sanft sind. Da Webers Schwester Deutschlehrerin ist, gibt sie ihr zuerst die Texte, um sie vorlektorieren zu lassen. Das ist nicht unbedingt konfliktfrei: „Sie ist ein Langsatzmensch“, beschreibt Weber ihre Schwester. „Ein ,dann’ mit einem Doppelpunkt dahinter findet sie katastrophal“, fügt sie lachend hinzu.

Anke Weber hat sich schon früh mit dem Schreiben beschäftigt, und vor der Schulzeit mit dem Handwerkszeug dafür. „Ich habe schon als kleines Kind in Wassel Buchstaben in den Sand gemalt.“ Das Schwingen der Lettern habe sie faszinierend gefunden. Deswegen konnte sie es auch gar nicht abwarten, in der Schule Lesen und Schreiben zu lernen.

Erste Ideen für einen Roman

Heute lebt sie vom Schreiben und kann sich auch größere Formate als Geschichten oder Kolumnen vorstellen. „Ich würde gern einen Roman für Erwachsene schreiben“, schaut sie in die Zukunft. Ein paar Ideen habe sie bereits, aber konkret sei es noch lange nicht.

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Von Michael Schütz

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