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Sehnde Beim Löschangriff muss jeder Handgriff sitzen
Umland Sehnde

Sehnde: Beim Löschangriff muss jeder Handgriff sitzen

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12:54 20.05.2019
Löschangriff im Team: Die Feuerwehr Wehmingen rollt die Schläuche aus. Quelle: Katja Eggers
Evern

Die Gruppe Wehmingen steht stramm. „Einsatzübung mit C-Rohren, Angriffsziel: die Eimerlinie, Wasserentnahmestelle: offenes Gewässer, erforderlich vier Saugschläuche“. Gruppenführer Dietmar Herbing gibt klare Befehle. Kaum ist er fertig, stürmt das neunköpfige Team aus Maschinist und Melder, Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp los. Alle wissen genau, was zu tun ist: Beim Löschangriff muss jeder Handgriff sitzen. Im Vorfeld wurde dafür fleißig geübt.

Gruppenführer Dietmar Herbing (rechts) und Maschinist Oke Feddersen arbeiten Hand in Hand. Quelle: Katja Eggers

Der Löschangriff ist am Sonnabend eine der Diziplinen bei den traditionellen Wettbewerben der Feuerwehren im Sehnder Stadtgebiet. Ausrichter ist nach alphabetischer Reihenfolge in diesem Jahr die Ortsfeuerwehr Evern, die Wettbewerbe gehen daher vor dem Feuerwehrhaus über die Bühne.

Von den 13 Ortsfeuerwehren treten bei dem Wettbewerb in diesem Jahr insgesamt neun an. Die zehnte Gruppe ist ein reines Damenteam aus Frauen sämtlicher Sehnder Ortsfeuerwehren. Bis zum Jahr 2015 kämpften die Gruppen noch um den Heinrich-Hüsich-Pokal, danach wurde der Wettkampf umbenannt. „Die Traditionswettbewerbe sind sozusagen die Nachfolgeveranstaltung“, erklärt Everns Ortsbrandmeister Matthias Söchtig.

Für Fehler gibt es Minuspunkte

Die Trupps spritzen die Kanister von den Stativen. Quelle: Katja Eggers

Die Gruppe aus Wehmingen ist derweil schon in Aktion, sie kuppelt in Windeseile Saugleitungen, rollt Schläuche aus und nimmt Kommandos entgegen. Die Wettbewerbsrichter rennen mit den Teilnehmern mit, stoppen die Zeit und achten akribisch darauf, ob auch wirklich alles korrekt ausgeführt wird. Für Fehler beim Ablauf gibt es ebenfalls Minuspunkte.

Der Angriffstrupp ist als erster im Zielbereich. Zu zweit wird dort mit einem Wasserstrahl aus einiger Entfernung ein Kanister gezielt von einem Stativ gespritzt. Der Wassertrupp legt nach – und auch der zweite Kanister fällt wie geplant. Zuletzt heißt es für den Schlauchtrupp dann „Wasser Marsch“. Die Zuschauer am Straßenrand klatschen Beifall – die Übung ist geschafft.

Grupppenführer zufrieden

Der gesamte Löschangriff hat nur ein paar Sekunden gedauert. „Gute Gruppen schaffen das in weniger als einer Minute“, sagt Ortsbrandmeister Söchtig. Das Team aus Wehmingen hat laut Dietmar Herbing 52 oder 53 Sekunden benötigt. Der Gruppenführer ist damit zufrieden: „Die haben das gut gemacht, es sah alles harmonisch und flüssig aus – aber wir haben leider ein paar Minuspunkte kassiert.“

Abzüge gibt es für den Maschinisten und den Wassertrupp. „Da wurden Halte- und Befestigungsleinen nicht ausreichend und stramm genug befestigt“, erklärt Dietmar Herbing. Das haben die Wettbewerbsrichter ihm nach der Übung mitgeteilt. Aber das Ergebnis sei am Ende eigentlich gar nicht das Entscheidende. „Wichtig ist es, mit diesem Wettbewerb der Feuerwehren vor allem auch die Kameradschaftspflege und die Tradition aufrechtzuhalten“, betont Wehmingens Gruppenführer.

Haimar holt den Pokal

Bei den Traditionellen Wettbewerben der Sehnder Feuerwehren hat diesmal Haimar am besten abgeschnitten. Die Gruppe absolvierte den Löschangriff in gerade einmal 46 Sekunden und blieb dabei fehlerlos. Mit ihrem Ergebnis sicherte sich die Gruppe den Wanderpokal. In den drei Vorjahren hatte stets Rethmar gewonnen – so steht es auch auf den Plaketten, die an dem Pokal angebracht sind. Rethmar landete diesmal allerdings auf dem dritten Platz, auf Rang zwei schaffte es Dolgen. Die Ortsfeuerwehr Haimar darf nun nicht nur den Pott mit nach Hause nehmen, sondern im nächsten Jahr auch die Feuerwehrwettbewerbe ausrichten. Allerdings nicht, weil diese diesmal gewonnen wurden, sondern weil die Feuerwehr im Alphabet als nächstes an der Reihe ist. eg

Von Katja Eggers

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