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Sehnde Bilm will ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus
Umland Sehnde

Sehnde:Bilm will ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus

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15:00 28.10.2019
Der Schützenplatz würde sich als Standort für ein Dorfgemeinschaftshaus eignen, meint der Ortsrat. Quelle: Oliver Kühn
Bilm

Ein Dorfzentrum mit einem eigenen Dorfgemeinschaftshaus und damit einen Platz, an dem das Dorfleben pulsiert und alle Vereine und Verbände Raum für ihre Angebote vom Kinderspielkreis bis zum Seniorennachmittag haben: Davon träumen die Bilmer schon seit Jahrzehnten. Jetzt soll es ernst werden: Der Ortsrat will, dass die Stadt Sehnde prüft, was konkret machbar ist. Dazu sollen 50 000 Euro für Planungskosten in den Haushalt eingestellt werden.

Stadt soll Machbarkeit prüfen

„Die Stadt hat 65 Liegenschaften, in die sie 3,6 Millionen Euro investiert. In Bilm gibt es eine öffentliche Einrichtung – die Ortsfeuerwehr –für die 1500 Euro von den 3,6 Millionen zu Buche schlagen“, sagt Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer (CDU). Zwar seien die Bilmer sonst sehr bescheiden. Doch was einen Dorftreffpunkt angeht, soll es nun endlich vorangehen. „Das hatte sich schon der frühere Kämmerer der Stadt auf die Fahnen geschrieben“, sagt Ostermeyer. „Und in seiner Abschiedsrede hat er ausdrücklich erwähnt, dass das das einzige Projekt war, das er nicht umgesetzt bekam.“

Damals sollte das Projekt über die Dorferneuerung angegangen werden. „Doch daraus ist nie etwas geworden“, sagt Ostermeyer, „und schließlich ist es dem Rotstift zum Opfer gefallen.“ Doch alleine könne der Ort das Riesenprojekt nicht wuppen. „Dafür brauchen wir schon Fachleute. Und die Stadt hat diese.“ Erst kürzlich sei der Vorschlag gerade wieder aus dem Kreise eines der Bilmer Vereine laut geworden, sagt der Ortsbürgermeister. Grund genug für den Ortsrat, das Projekt wieder in den Vordergrund zu rücken und die Stadt mit einer Machbarkeitsprüfung zu beauftragen.

Wo ein solches Dorfzentrum gut verortet wäre, auch darum haben sich die Bilmer bereits Gedanken gemacht. „Der Schützenplatz würde sich eignen, daneben wäre noch Platz für die Feuerwehr“, sagt Ostermeyer. Profitieren würden, davon ist der Ortsbürgermeister überzeugt, alle Vereine und Verbände des Ortes. Von den Schützen über den Eissportclub und die Musikfreunde bis hin zur Kirchengemeinde. Denn außer der Kapelle habe die Gemeinde in Bilm keine eigenen Räume.

Wenn es dazu kommt, dass Bilm das heiß ersehnte Dorfzentrum bekommt, solle dieses auf keinen Fall für private Feiern vermietet werden, wie dies in anderen Ortschaften üblich ist.

„Dafür haben wir unsere vier Gastronomen hier“, macht Ostermeyer klar, dass das ortsansässige Gewerbe keinesfalls Leidtragender der Pläne sein soll. Und noch eines ist dem Ortsbürgermeister wohl bewusst: „Das kann nur Schritt für Schritt gehen.“

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