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Sehnde DGB Sehnde sammelt Rasenmäher für Afrika
Umland Sehnde DGB Sehnde sammelt Rasenmäher für Afrika
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14:06 24.03.2019
Fahrräder, Rasenmäher und Häcksler: Jürgen Falkenhagen (von links), Manfred Müller, Uwe Kuhställer, Reinhard Haase und Stefan Schaperjahn sammeln allerhand Geräte. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Sehnde

Sieben Vertikutierer, 18 Rasenmäher, 17 Fahrräder und drei Häcksler: Die Senioren des DGB Sehnde haben wieder mal viel gebrauchtes Werkzeug von Bürgern zusammengetragen. Ob diverse Rechen, Schaufeln, Spaten oder gar zwei alte Feldeggen – dies alles holten die Sammler in den vergangenen Monaten bei den Spendern ab. Eine besonders kuriose Abgabe war diesmal ein Rübenhacker. „Der stammt bestimmt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg“, schätzt der ehrenamtliche Sammler Manfred Müller.

Die emsigen Helfer haben in den vergangenen Monaten reichlich Werkzeug aufbewahrt, das sie dem Verein „Arbeit und dritte Welt“ zur Verfügung stellen. Dort werden die Sachen aufgearbeitet.

Müller sortiert zusammen mit Jürgen Falkenhagen, Uwe Kuhställer, Reinhard Haase und Stefan Schaperjahn die Werkzeuge und gesammelten Gegenstände je nach Verwendungszweck ordentlich vor der Bordfeld-Halle an der Nordstraße in Sehnde. Dazu gehört auch ein sogenannter Reihenzieher, mit dem eine gerade Linie beim Pflanzen von Kartoffeln gezogen werden kann. In der Halle zeigt Manfred Müller ein intaktes Dreirad. „Das ist ein richtiges Schätzchen“, sagt der langjährige Helfer Müller.

Auch viele Gartengeräte sowie eine Schneeschippe warten auf den Abtransport nach Hildesheim: Mit einem Kleintransporter bringen die ehrenamtlichen Sammler aus Sehnde das ganze Werkzeug dem von Hildesheimer DGB gegründeten Verein „Arbeit und Dritte Welt“. Das Konzept sieht vor, dass Langzeitarbeitslose ohne Berufsausbildung sowie schwerbehinderte Menschen die gebrauchten Maschinen und Gegenstände reparieren oder aufbereiten – und stellen diese verschiedenen Entwicklungsländern zu Verfügung. Die humanitäre Hilfslieferungen erfolgen in etliche Länder Afrikas, aber auch in die Türkei, Bosnien und Irak.

Sammler haben schon kuriose Geschichten erlebt

Die Sender Truppe sammelt das Werkzeug seit mittlerweile 23 Jahren. Manfred Müller erinnert sich an so manch eine Anekdote, die er mit seinen Helfern in den über zwei Jahrzehnten erlebt hatte. „Eine Frau bat uns, eine alte Nähmaschine, bei ihr abzuholen“, erzählt Müller. Aus Erfahrung wissen die Männer, dass die Maschinen sehr schwer sind und rückten deshalb mit vier Mann an. Dort angekommen, entpuppte sich die Nähmaschine als ein kleineres, tragbares Objekt, „das eine Person allein hätte gut transportieren konnte“, schildert Müller und lacht.

Müller und seine Mithelfer sind stets auf Trab und holen die angemeldeten Sachen zügig ab. Und auch sonntags und an Weihnachten sind sie schon mal im Einsatz gewesen. Ein Sehnder hatte dem DGB einst eine Kartoffelsortiermaschine schenken wollen und er hatte nur an Heiligabend Zeit. „Wir sind trotzdem los, und haben die Maschine ohne zu Murren abgeholt“, berichtet Müller.

Die Werkzeugsammlung geht auch in den nächsten Monaten weiter. Wer gebrauchte Gerätschaften, Fahrräder, Werkzeuge und andere Dinge in seinem Haushalt entbehren kann, kann sich bei Manfred Müller unter Telefon (05138) 9748 melden. „Wir holen das Zeug gerne ab“, sagt er.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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