Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sehnde Dieser Kaninchenzüchter holt sich den Vereinsmeistertitel
Umland Sehnde

Sehnde: Dieser Kaninchenzüchter holt sich den Vereinsmeistertitel

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:47 03.11.2019
Sie konnten die Punktrichter mit ihren Hasen überzeugen: Vizemeister Udo Kliemt und Vereinsmeisterin Angelika Rühmann. Quelle: Laura Beigel
Sehnde

In einer Lagerhalle am Borsigring in Sehnde hat der Rassekaninchenzuchtverein F 120 am Wochenende seine traditionelle Lokalschau veranstaltet. Zu sehen waren 99 Kaninchen in 13 verschiedenen Farbschlägen und Rassen, die um den Titel des Vereinsmeisters rangen.

Farbenzwerge blau holen Vereinsmeistertitel

Von Preisrichtern bewertet wurden die Tiere bereits am Freitag. Dabei schaute die Jury vor allem auf das Gewicht, den Körperbau, das Fell, den Pflegezustand sowie individuelle Rassenmerkmale. Jedes Kaninchen könne maximal 100 Punkte erreichen. „Das ist aber noch nie vorgekommen“, sagte der Zuchtwart des F 120, Gunnar Wöhleke. Ab 97 Punkten gelte ein Kaninchen als „vorzüglich“.

Ziemlich entspannt sind die Kaninchen, wenn Besucher an ihre Käfigtür treten. Quelle: Laura Beigel

Den Titel des Vereinsmeisters konnte sich am Ende die Zuchtgemeinschaft Rühmann mit vier Farbenzwergen blau sichern, die 388 Punkte sammelten. Vizemeister wurde Udo Kliemt und seine Großchinchillas mit 387,5 Punkten. Zudem wurden der Klassensieger, der beste Rammler sowie das beste Zuchtpaar ausgewählt. Alle drei Titel gingen an die Zuchtgemeinschaft Rühmann. Die beste Häsin, ein thüringerfarbiger Zwergwidder, kam aus Jasmin Vorwegs Züchtung.

Wöhleke: „Kaninchen sind keine Wegwerfgegenstände“

Der Trend bei der Kaninchenzucht gehe vor allem hin zu den kleineren Rassen wie Zwergwidder, weiß Zuchtwart Wöhleke: „Größere Gattungen werden allmählich verschwinden.“ Das liege unter anderem an den Züchtern, die immer älter würden und sich nicht mehr mit großen Tieren abmühen wollten. Zumal sich auch die Anzahl der Züchter verringere. Im Verein F120 gebe es noch 15 aktive Züchter.

Eine besonders schwer zu züchtende Kaninchenrasse sind die Japaner. Quelle: Laura Beigel

„Man muss einfach Platz und Zeit haben“, sagte Wöhleke. „Denn die Tiere müssten stets umsorgt werden. Es sind schließlich keine Wegwerfgegenstände.“ Er selbst habe mit 14 Jahren die Kaninchenzucht für sich entdeckt. Um seinen Eltern zu beweisen, dass er durchaus mit den Tieren umgehen kann, sei er stets pünktlich um 18 Uhr zu Hause gewesen, um seine beiden Kaninchen zu füttern –wie zuvor vereinbart. „Die Kaninchenzucht ist etwas, das sich durch alle Altersklassen und Gesellschaftsschichten zieht“, meinte Wöhleke.

Vereinsmitglieder unterstützen einander

Deshalb seien auch neue Mitglieder im Verein F 120 herzlich willkommen. Einmal im Monat treffen sich diese zum Stammtisch. Im Verein gehe es vor allem darum, einander unter die Arme zu greifen. Denn nicht jeder wisse auf Anhieb, wie man mit den Tieren richtig umgeht, so der Zuchtwart: „Wir führen neue Mitglieder also auch an die Kaninchenzucht heran.“

Das könnte Sie auch interessieren:

So war die Rasseschau des Kaninchenzuchtverein F74 Ilten im Jahr 2018

Von Laura Beigel

Bereits zum 13. Mal ist das Theater im Kornspeicher in Rethmar bei Sehnde am Sonnabend zur Hochburg der irischen Folklore-Musik geworden. Dieses Mal sorgten bei der Keltic Night die Band Folktrain und das Ensemble Larún für Stimmung.

03.11.2019

Ein alkoholisierter Patient des Klinikums Wahrendorff hat am Sonnabend in Sehnde-Köthenwald gegen parkende Autos getreten und gespuckt. Gleich mehrere Zeugen alarmierten die Polizei.

03.11.2019

Das Straßenbahn-Museum in Sehnde-Wehmingen verzeichnet einen neuen Besucherrekord: In diesem Jahr waren dort rund 13.600 Besucher zu Gast, die meisten kamen zum Oldtimer-Tag. Besonders beliebt ist zudem das Straßenbahn-Selberfahren gewesen.

03.11.2019