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Sehnde Feuerwehrwagen können jetzt rings um die KGS fahren
Umland Sehnde

Sehnde: Feuerwehr kann jetzt rings um die KGS fahren

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09:59 12.08.2019
Gepflastert und breit genug für Feuerwehrfahrzeuge: Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (von links), Fachdienstleiterin Bianca Frey und Söhnke Rohrmann von der Gebäudewirtschaft der Stadt sehen sich den neu gestalteten Bereich an der KGS an. Quelle: Achim Gückel
Sehnde

Am 5. März 2015 haben sich an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) dramatische Szenen abgespielt. Am späten Nachmittag brannte das Obergeschoss des sogenannten O-Trakts an der Südseite des Schulkomplexes – und die Feuerwehr hatte enorme Mühe, mit ihren großen Fahrzeugen direkt an den lichterloh in Flammen stehenden Gebäudeteil vorzurücken. Es war zu eng, ein Unterstand für Fahrräder war im Weg, es gab Dellen an Fahrzeugen, und es ging unnötig Zeit verloren. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass sich in Sachen Brandschutz an der KGS etwas tun musste. Das ist nun geschehen. Die sogenannte Umfahrung südlich und westlich des O-Trakts ist fertig.

Die offizielle Feuerwehrzufahrt von der Waldstraße zum Gelände der KGS. Quelle: Achim Gückel

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um großzügig gepflasterte Bereiche, die auch modernen Feuerwehrfahrzeugen genug Raum zum Manövrieren lassen. Von der Waldstraße sowie der Bundesstraße 65 und der Straße Am Papenholz aus gibt es Zufahrten. Damit kann die Feuerwehr nun quasi ungehindert rings um den gesamten ausgedehnten Gebäudekomplex der KGS fahren. Eine derartig vertrackte Situation wie beim Feuerwehreinsatz im März 2015 dürfte es also künftig nicht mehr geben.

Lehrke: Das war absolut notwendig

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke, Bianca Frey, zuständige Fachdienstleiterin im Rathaus, und Söhnke Rohrmann von der städtischen Gebäudewirtschaft haben das während der Sommerferien beendete Projekt jetzt offiziell präsentiert. Lehrke bezeichnete es dabei als „absolut notwendig“. Der Brand vom März 2015 habe der Stadt das deutlich vor Augen geführt – auch wenn die Situation vorher rein brandschutzrechtlich ebenfalls okay gewesen sei.

Dass es mehr als vier Jahre dauerte, die Umfahrung fertigzustellen, liegt an einer Reihe von Faktoren. „Das war eine Herkulesaufgabe für die Planer“, sagt Lehrke. Denn in das Projekt sei auch noch der Bau neuer Regenwasserleitungen und -rückhaltungen mit eingeflossen. Früher habe es stets Probleme mit Rückstaus gegeben. Wasser sei bei starkem Regen aus den Gullys hochgedrückt – und zwar wegen der bis dahin vollkommen unzureichenden Kanäle. „Die alten 150-Millimeter-Rohre seien „zu 600 Prozent überlastet“ gewesen, sagt Rohrmann.

Regenwassertank mit 71 Kubikmeter Fassungsvermögen

Jetzt liegen auf 150 Metern neue Rohre von 400 Millimeter Durchmesser an der Schule. Vor dem Eingangsbereich, dicht an der Wendeschleife am Papenholz wurde ein Rückhaltetank mit 71.000 Liter Fassungsvermögen ins Erdreich versenkt.

Für die gepflasterte Umfahrung indes war im südlichen und westlichen Bereich des KGS-Geländes eine Art Radikalkur nötig. Der Lärmschutzwall zur Bundesstraße 65 musste teilweise abgetragen oder neu gestaltet werden, der alte Unterstand für Fahrräder ist verschwunden. Es wurden Bäume gefällt, neue Zäune gezogen und Tore montiert. „Der Brandschutz ist wichtiger als ein begrünter Wall“, betont Lehrke. Er sagt aber auch, dass in den neu gestalteten Bereichen noch Grünarbeiten ausstehen.

Bauschutt im Erdreich

640.000 Euro hat das gesamte Projekt nach Angaben der Stadt gekostet. Das sei mehr als man ursprünglich kalkuliert habe. Unter anderem haben die kostspielige Entsorgung von belastetem Erdreich den Preis nach oben getrieben. Im Lärmschutzwall habe man unter anderem Bauschutt und mit Kraftstoff verunreinigtes Erdreich entdeckt.

Der Bereich zwischen den Gebäuden KGS und Lärmschutzwall an der B 65 ist jetzt für schwere Fahrzeuge passierbar. Quelle: Achim Gückel

Dass zwischen dem Brand im März 2015 und der Fertigstellung des Projekts weit mehr als vier Jahre vergingen, habe aber noch andere Gründe, betont Lehrke. Wegen des Brands der Sporthalle an der Waldstraße im Juni 2016 und der lang anhaltenden Diskussion, wie und wo die KGS erweitert werden soll, habe auch das Projekt „Umfahrung“ immer wieder neu betrachtet und geplant werden müssen. Auch die Frage nach dem richtigen Ort für den unterirdischen Regenrückhaltetank sei nicht einfach zu beantworten gewesen. „Da haben wir über viele Varianten nachgedacht“, sagt Lehrke. Unter anderem habe man zwischenzeitlich dafür sogar das Rondell in der Wendeschleife vor der KGS in Betracht gezogen.

Von Achim Gückel

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