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Sehnde Glasfaser bis in jedes Haus: Schnelles Internet rückt näher
Umland Sehnde Glasfaser bis in jedes Haus: Schnelles Internet rückt näher
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17:10 10.04.2019
Kein gewöhnliches Kabel: Das Unternehmen "Deutsche Glasfaser" will Sehnder Ortschaften an das schnelle Internet anschließen. Quelle: Symbolbild
Sehnde

Der Breitband-Ausbau mit Glasfaserkabeln bis in jedes Haus ist in Sehnde zwar noch einmal ins Stocken geraten, soll aber in Kürze weiter vorankommen. Der Entwurf eines Kooperationsvertrages der Stadt mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser liegt bereits vor. Doch im Rathaus will man vor einer Beschlussfassung der politischen Gremien noch alternative Angebote prüfen. Fachdienstleiter Godehard Kraft strebt aber eine Entscheidung noch vor der Sommerpause an.

In den Sehnder Ortsteilen liegen bereits Glasfaserkabel zur schnellen Internet-Übertragung. Zuletzt wurden im vergangenen Jahr Klein Lobke und Köthenwald angeschlossen. Die Leitungen reichen jedoch nur bis zu örtlichen Knotenpunkten. Für die letzten Meter werden weiterhin Kupferkabel genutzt, was zu deutlichen Geschwindigkeitsverlusten führt. Die in Borken (Nordrhein-Westfalen) ansässige Firma Deutsche Glasfaser will das ändern – wenn sich genügend Interessenten finden. Etwa 40 Prozent der Haushalte müssten nach Angaben von Pressesprecher Sven Schickor einen Vertrag abschließen, damit sich das Vorhaben wirtschaftlich realisieren lässt.

Verwaltung will gesamte Stadt anschließen lassen

Sollte die gesamte Stadt versorgt werden, müssten rund 10 000 Haushalte mitmachen. Denkbar ist aber auch die Verlegung der Kabel in einzelnen Ortsteilen. Schickor wollte auch nicht ausschließen, dass seine Firma in manchen Dörfern auch dann aktiv würde, wenn die Quote dort zwar geringer ausfalle, in anderen Ortschaften dafür aber deutlich höher. „Das muss man in jedem Einzelfall im Detail prüfen“, sagte Schickor. In dem vorgelegten Entwurf tauchen die beiden kleinen Ortsteile Gretenberg und Klein Lobke nicht auf, „aber wir hatten in den Gesprächen gesagt, wir wollen das gesamte Stadtgebiet“, berichtet Kraft. In dem Punkt müsse man „wohl nochmal verhandeln“.

Sollte der Vertrag zwischen der Stadt und der Deutschen Glasfaser zustande kommen, können die Sehnder davon ausgehen, dass ihnen ein Basistarif mit einem Download von 200 Mbit und einem Upload von 100 Mbit angeboten wird, wie es gerade in fünf Dörfern der Stadt Burgwedel geschieht. Dafür würden im ersten Jahr 24,99 Euro pro Monat fällig, danach 44,99 Euro. Für mehr Geld soll es Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit geben. Eine Anschlussgebühr wird laut Pressesprecher Schickor für diejenigen nicht fällig, die gleich auf das Angebot eingehen und damit den Ausbau des Netzes erst möglich machen.

Lesen Sie auch: So legt die Stadt Burgwedel beim schnellen Internet vor.

Von Thomas Böger

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