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Sehnde Frauenmahl findet große Resonanz
Umland Sehnde Frauenmahl findet große Resonanz
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00:17 13.03.2019
Antje Peters, Geschäftsführerin des Landesfrauenrates Niedersachsen, sprach beim "Frauenmahl" zum Internationalen Frauentag in Sehnde, über das Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht". Quelle: Susanne Hanke
Sehnde

Das Frauenmahl in Sehnde zum Internationalen Frauentag ist inzwischen zu einer schönen Tradition geworden. Es spiegelt das Format der lutherischen Tischreden wider, wo bei „Speis und Trank“, in entspannter Atmosphäre, über aktuelle Themen informiert und diskutiert wird. Bereits zum dritten Mal fand nun das Mahl statt, das vom Arbeitskreis für Frauen und der evangelischen Kirchengemeinde Sehnde organisiert wird.

Mehr Teilnehmer als sonst

Die Veranstaltung ist in Sehnde inzwischen sehr beliebt. „Diesmal gibt es sogar mehr Teilnehmer als wir eigentlich bewirten können“, berichtete die Gleichstellungsbeauftragte Jennifer Glandorf. In diesem Jahr stand im Gemeindehaus der Kreuzkirche zudem das Thema „Frauenwahlrecht“ zur Diskussion und wurde aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Als Einstieg in das Thema gab die die Geschäftsführerin des Landesfrauenrates Niedersachsen, Antje Peters, einen geschichtlichen Überblick über einhundert Jahre Frauenwahlrecht. Es gebe keine Demokratie ohne Frauen, so Peters´Fazit. Seit 1949 sei der Frauenanteil in der Politik mit zehn Prozent konstant niedrig, seit der Jahrtausendwende sinke der Anteil sogar, zeigte sie auf.

Das "Frauenmahl" zum Internationalen Frauentag in Sehnde erfreut sich großer Beliebtheit und bot interessante Themen rund um das Frauenwahlrecht. Quelle: Susanne Hanke

Wie wichtig es sei, die Wahl zu haben – denn das bedeute gefragt zu werden, machte Pastorin Ricarda Schnell deutlich. Frauen sollten mehr Solidarität zeigen. Besonders gefragt sei diese in Lebensphasen, in denen es scheine, dass Frauen keine Wahl hätten. Die Frage nach dem Frauenwahlrecht wurde an geflüchtete Frauen gestellt, die über die Situation und Teilhabe von Frauen in ihren Heimatländern Irak, Syrien, Somalia und Afghanistan berichteten. Sie erlebten Deutschland als demokratisches Land, erklärten sie. Die Frauen möchten gern möglichst bald selber an den Wahlen teilnehmen, erklärten sie.

Internationales Buffet in entspannter Atmosphäre

Mit einem internationalen Buffet wurde der gemeinsame Abend dann kulinarisch abgerundet. Bei entspannter Atmosphäre wurden Informationen ausgetauscht, es wurde geplaudert und diskutiert. Jennifer Glandorf warb bei Gelegenheit für eine Aktion, die ihr besonders am Herzen liegt am sogenannten Equal Pay Day am Montag, 18. März. Dieser Tag markiere symbolisch den geschlechterspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland betrage, erläuterte Glandorf. Darauf will auch der Arbeitskreis Frauen für Sehnde aufmerksam machen. Die Aktion findet von 10 Uhr bis 12 Uhr auf dem Rewe-Parkplatz an der Peiner Straße in Sehnde statt.

Von Susanne Hanke

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