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Sehnde Höver: Neues Heft widmet sich der Bauentwicklung und dem Ladensterben
Umland Sehnde

Sehnde-Höver: Neues Heft widmet sich der Bauentwicklung und dem Ladensterben

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15:09 25.09.2019
Höver wächst: Das Foto zeigt das Baugebiet Südwiese im August , mittlerweile gibt es schon einen erheblichen Baufortschritt. Die ersten Häuser werden vermutlich im Oktober bezogen. Quelle: privat
Höver

Die vierte Ausgabe der Schriftenreihe „Höver: Mehr als Mergel“ ist da. Der Verein Unser Höver hat darin wieder Themen aus dem Ort zusammengetragen. Reimund Wohlgemuth beschreibt diesmal Hövers Bauentwicklung der vergangenen Jahrzehnte und berichtet unter anderem über das 1965 eingeweihte Sport- und Jugendheim und dessen derzeitige Nutzung – sowie den Sanierungsstau. In den Sechzigerjahren war das Haus nicht nur Veranstaltungsort für Mannschafts- und Vereinsfeiern, sondern auch für „Beat-Abende“ für junge Leute.

Bevölkerung wächst durch Industrialisierung

Größer wurde das frühere 300-Seelen-Dorf vor allem durch die Industrialisierung, vorneweg des Zementwerks. Ende des Zweiten Weltkriegs war die Bevölkerung schon auf 600 Einwohner angewachsen, dann folgte mit den Heimatvertriebenen aus den deutschen Ostgebieten, die zunächst in Baracken östlich der Bilmer Straße wohnten, noch ein Schub. Mitte der Fünfzigerjahre lag die Einwohnerzahl deshalb schon bei knapp 1200. Der Wohnungsbedarf konnte nur durch Neubauten gedeckt werden, zwischen 1934 und 1955 entstand deshalb nach und nach das Siedlungsviertel um den Petersweg und Alemanniaweg.

Dietrich Puhl beschreibt derweil die aktuell sehr eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten im Dorf. Während es früher unter anderem neben einem Lebensmittel- und Gemischtwarenladen auch noch einen Milchwarenladen und eine Schlachterei gab, können die Höveraner im Ort heute lediglich noch einen Kiosk nutzen. Die Moorbäckerei hatte 2015 geschlossen, Emi’s Backstube als Nachfolgerin gab schon nach zwei Jahren wieder auf.

Heft liegt auch als PDF vor

Der markante Schlauchturm aus dem Jahr 1912 ist in diesem Jahr aufwendig renoviert worden. Quelle: Patricia Oswald-Kipper (Archiv)

Jürgen Kollecker hat sich derweil dem Bau des 1912 errichteten Spritzenhauses und dessen Renovierung in diesem Jahr gewidmet. Kolleckers umfangreicher Aufsatz „Von Feuergerätschaften und Spritzenhäusern in Höver“ wird in den kommenden Ausgaben des Heftes noch fortgesetzt.

Die Autoren Hans-Georg Falter, Dietrich Puhl und Reimund Wohlgemuth stellen in „Höver: Mehr als Mergel“ in loser Reihenfolge höversche Themen und Ereignisse der jüngeren Vergangenheit in Wort und Bild vor. Das erste Heft ist im August 2017 erschienen, das zweite im Februar 2018. Nummer drei wurde Anfang dieses Jahres veröffentlicht.

Die vierte Ausgabe der Schriftenreihe hat acht Seiten und ist kostenlos zu haben. Das Heft liegt in einigen höverschen Geschäften sowie in der Heimatstube aus. Auf der Homepage der Heimatstube unser-hoever.de ist es zudem als PDF-Datei verfügbar.

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