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Sehnde KGS-Schüler erinnern mit Ausstellung an Opfer des Nationalsozialismus
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Sehnde: KGS-Schüler erinnern mit Ausstellung an Opfer des Nationalsozialismus

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12:13 27.01.2020
Uwe Janizki lässt sich von seinem Sohn Luca (rechts) und dessen Mitschüler Thure Beispiele für KZ-Kunst erklären. Quelle: Katja Eggers
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Sehnde

Für die Schrecken des Holocaust steht symbolisch das Vernichtungslager Auschwitz. Es wurde am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit. Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus ist an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde am Sonntag eine Ausstellung eröffnet worden. Das Besondere: Schüler haben die Schau für Schüler gestaltet. Es ist die mittlerweile vierte dieser Art. Sie wächst stets ein wenig mehr, denn es kommen jedes Jahr Exponate dazu.

Projekt für alle Schulzweige

„Wir eröffnen diese Ausstellung in der Hoffnung, dass sie ihre Besucher zum Nachdenken anregt und sie darüber informiert, was nie wieder passieren darf und was wir dafür tun können“, erklärte Geschichtslehrer Dirk Krüger, der das die Schulzweige übergreifende Projekt zusammen mit seinen Kollegen Lena Soltendieck und Jens Wilczek 2017 ins Leben gerufen hatte.

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Texte und Fotos dokumentieren die Geschichte des Konzentrationslagers Auschwitz. Quelle: Katja Eggers

Schüler widmen sich Kunst im KZ

Mit 17 Schülern der AG Gedenktag hat Krüger im September 2019 wieder das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz besucht. In diesem Jahr haben sich die Schüler – sie gehören vorrangig den Jahrgängen neun bis elf an – unter anderem mit medizinischen Experimenten der Lagerärzte und der Flucht aus Auschwitz beschäftigt.

Thure und Luca haben sich außerdem dem Thema Kunst im KZ gewidmet. Erste Informationen haben sie bei Führungen durch das einstige Vernichtungslager gesammelt. Darüber hinaus haben sie zu dem Thema fleißig im Internet recherchiert. „Kunst hat den Insassen geholfen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Viele wollten ihre Werke für die Nachwelt erhalten“, erklärte der 17-jährige Thure. Luca ergänzte, dass sowohl Bilder gemalt und gezeichnet als auch Holzskulpturen geschnitzt wurden. „Aber alles musste natürlich vor den Aufsehern versteckt werden“, betonte der 17-Jährige.

Die Ausstellung beinhaltet auch die Auseinandersetzung mit Stolpersteinen in Sehnde. Quelle: Katja Eggers

Sehnder Stolpersteine sind ein Schwerpunkt

Die Ausstellung in den Containern neben der Mensa ist auf vier Räume und das Foyer verteilt und thematisch gegliedert. Ein Raum ist der Lagergeschichte von Auschwitz gewidmet, in einem anderen geht es um das jüdische Leben früher und heute. Die Gedenkkultur in Sehnde und die Stolpersteine zum Gedenken an Sehnder Opfer des Nationalsozialismus bilden einen weiteren Schwerpunkt. Im sogenannten Reflektionsraum haben die Schüler nach dem Auschwitz-Besuch ihre Gedanken in Worten und selbst gemalten Bildern festgehalten.

Besucher, darunter auch viele Eltern, erhielten lediglich am Sonntagnachmittag bei der Eröffnung Einblicke in die Ausstellung. Die Schau ist ansonsten den KGS-Schülern vorbehalten.

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Von Katja Eggers

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