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Sehnde Platz für zehn Kinder: Kirche und Krippe in Höver teilen sich Räume
Umland Sehnde

Sehnde: Kirche und Krippe in Höver teilen sich Räume

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17:41 12.08.2019
Kirchenvorstandsmitglied Dörte Capewell (links) und Kita-Leiterin Sabine Blochwitz schauen sich den neuen, eigens angefertigten Wickeltisch an. Quelle: Oliver Kühn
Höver

In Höver ist im Gemeindehaus an der Straße Am Schulhof eine neue Krippengruppe entstanden. In den früher von der Elterninitiative Kinderinsel genutzten Räumen werden künftig zehn Kinder an fünf Tagen in der Woche betreut. Als die Initiative vor zwei Jahren auszog, habe man sofort die Chance für eine städtische Kinderbetreuung gesehen, sagt Fachdienstleiterin Katharina Fischer. Denn die Versorgungslage bei Krippenplätzen in Sehnde sei nicht gerade rosig, hatte sie noch im Februar im Kita-Ausschuss gesagt. Und mit dem direkt angrenzenden „Mutterhaus“, der Kindertagesstätte Höver, stehe auch gleich ein Außengelände zur Verfügung. Der Umbau und die Ausstattung haben rund 64.000 Euro gekostet.

Energetische Sanierung schwierig

Es habe lange bis zur Realisierung gebraucht, räumt Fischer ein. Allein bis zur Genehmigung des Bauantrages habe es ein Dreivierteljahr gedauert. Denn weil die Elterninitiative nur drei Tage die Woche betreut hatte, die neue Krippe dies aber fünf Tage bis nachmittags 15 Uhr tun werde, seien an diese auch andere Anforderungen gestellt – vor allem was die energetische Sanierung des fast 40 Jahre alten Holzständerhauses betrifft. So wurde etwa der Fußboden mit einer neuen Dämmschicht gegen Feuchtigkeit ausgelegt, die zudem die Wärme besser halten sowie den Trittschall reduzieren soll. Auch eine Fluchttür zum Außengelände wurde eingesetzt, ein Schlafraum für die Schaumstoffbetten geschaffen und neue Heizkörper eingesetzt.

Spiel frei: Bernd Jaron von der Gebäudewirtschaft und Fachdienstleiterin Katharina Fischer begutachten die neue Kinderküche. Quelle: Oliver Kühn

Die Stadt hat die Räume im Gemeindehaus von der Kirchengemeinde für 540 Euro im Monat angemietet. Das Miteinander ist Programm: Der Gemeindesaal dient als Bewegungsraum, und die Kirche darf das Gebäude auch selbst etwa für Veranstaltungen nutzen – darunter auch die behindertengerechte Toilette. Für die 1975 mit nur einem Raum im alten Feuerwehrhaus gegründete Kita Höver ist es die zweite Krippengruppe. Im alten Gebäude nebenan, das der Stadt gehört, sind bereits drei Kindergarten-Gruppen mit 75 Kindern sowie eine weitere Krippengruppe mit 15 Kindern beheimatet. Im Februar standen in Sehnde noch 30 Kinder auf der Warteliste für einen Krippenplatz.

Tischler war gefordert

Der Umbau hat 35.000 Euro gekostet, dazu kommt noch Mobiliar für 18.000 Euro, die Ausstattung des Sanitärbereichs mit einem Wickeltisch für insgesamt 3900 Euro sowie eine neue Küche für 9500 Euro. Für den Tischler sei der Umbau durchaus eine Herausforderung gewesen, sagt Kita-Leiterin Sabine Blochwitz. Weil die Türen unterschiedlich breit sind, habe der Wickeltisch mit Treppe im Toilettenraum individuell angefertigt und mit Rollen versehen werden müssen. Zum einen, damit er in jeden Raum geschoben werden kann, zum anderen, damit auch Rollstuhlfahrer an ihm vorbeikommen. „Zudem ist er extra hoch und damit rückenschonend“, sagt Blochwitz. Am 16. August werden die ersten Kinder die Räume mit Leben füllen.

Daniela Rössing, Fachdienstleiterin Gebäudewirtschaft, sieht sich im neuen Schlafraum um. Quelle: Oliver Kühn

Von Oliver Kühn

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