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Sehnde Kleiner Muldenkipper leistet Großes
Umland Sehnde

Sehnde: Kleiner Muldenkipper leistet Großes

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00:18 22.05.2019
Karl-Heinz Gremmer (links) lässt seinen Muldenkipper von Thomas Biedermann mit dem Radlader befüllen. Quelle: Katja Eggers
Wehmingen

 Karl-Heinz Gremmer ist in seinem Element. Mit der Fernsteuerung in der Hand lenkt er seinen Muldenkipper im Maßstab 1:16 durch den rund 500 Quadratmeter großen Ausstellungsparcours. Dafür benötigt er gerade mal zwei Hebel. Drückt Gremmer den Hebel nach vorn, rollt sein Muldenkipper vorwärts. Hebel nach hinten und das Fahrzeug fährt rückwärts. Mit weiteren Bewegungen kann der 53-Jährige nach links und rechts lenken, das Hornsignal und die Warnblinklichter betätigen. Präzise steuert er das kleine Arbeitsfahrzeug an die erste Kreuzung, lässt es ordnungsgemäß an der kleinen roten Ampel warten und fährt bei Grün weiter. „Alles wie im echten Straßenverkehr“, sagt Gremmer.

Auf den Straßen herrscht Betrieb

Logistik wie im Großen: Die Besitzer steuern ihre Lastwagen zu den Containern. Quelle: Katja Eggers

Der Garbsener gehört zum Modell-Truck-Club Hannover (MTC). Der 24 Mitglieder starke Verein hat am Wochenende sein mittlerweile 16. Modelltrucker-Treffen im Hannoverschen Straßenbhan-Museum in Wehmingen ausgerichtet und in der alten Kesselhalle dafür einen Parcours mit unterschiedlichsten Szenarien aufgebaut. Unter anderem gibt es ein Logistikzentrum mit Lastwagen und Containern, Landwirtschaft mit Treckern, eine Werkstatt, eine Tankstelle und eine Baustelle. Alle Szenarien sind über Landstraßen und Autobahnen miteinander verbunden.

Es herrscht Betrieb. Lastwagen fahren emsig hin und her, transportieren Container und Sand, laden auf, laden ab. Die Geräuschkulisse ist immens. Es rattert, es surrt und brummt, es hupt und piept und blinkt. Die Feuerwehr rückt mit Martinshorn und Blaulicht aus. „Hier ist nichts über Lautsprecher eingespielt, die Geräusche kommen aus den Fahrzeugen und sind den Originalen nachempfunden“, erklärt Gremmer – und betätigt die Hupe seines Muldenkippers. Ein Lastwagen ist ihm in die Quere gekommen.

Ausgleich zum Alltag

Anfahren, Abladen, Wegfahren: Auf der Mini-Baustelle herrscht viel Betrieb. Quelle: Katja Eggers

Unfälle kommen im Parcours aber nur selten vor. „Alle passsen auf, weil jeder weiß, dass es sonst teuer wird“, sagt der Garbsener. Überhaupt hat man als Modelltrucker ein nicht gerade preiswertes Hobby. Gremmers Tanklaster hat einen Wert von etwa 1500 Euro. Baufahrzeuge wie Radlader, Bagger, Kräne und Muldenkipper liegen bei 2000 Euro –nach oben sind die Grenzen offen.

Gremmer hat seine Fahrzeuge im heimischen Keller zusammengebaut. Handwerkliches und technisches Knowhow bringt er als KFZ-Mechatroniker von berufswegen mit. Sein Hobby ist für ihn aber auch Ausgleich zum Alltag. „Wenn ich im Keller sitze und bastele, bin ich total tiefenentspannt“, sagt der Garbsener.

Großer Spaß für große Kinder

Arbeitsauftrag erfüllt: Der Muldenkipper lädt den Sand auf der Baustelle ab. Quelle: Katja Eggers

Er ist mit seinem Muldenkipper mittlerweile am Sandhaufen angekommen. Kurze Absprache, und schon füllt Modelltrucker Thomas Biedermann mit seinem Radlader Sand auf Gremmers Muldekipper. Zurück geht's über die Landstraße, dann die Rampe hoch und rückwärts ran an die Baugrube. Dort lädt Gremmer den Sand ab und wendet, um neuen Sand zu holen.

„Das macht Spaß – da sind wir ja hier auch ein wenig wie große Kinder“, sagt Gremmer und lacht, „nur, dass man sich diese Fahrzeuge in der Regel erst als Erwachsener leisten kann.“

Von Katja Eggers

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