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Sehnde Kontakte knüpfen bei Kaffee, Brötchen und Vorträgen
Umland Sehnde

Sehnde: Kontakte knüpfen bei Kaffee, Brötchen und Vorträgen

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15:26 08.05.2019
Im Dorff-Gemeinschaftshaus des Klinikums Wahrendorff wird erst gefrühstückt und dann zwei Vorträgen gelauscht. Quelle: Katja Eggers
Köthenwald

Kontaktbörse, Informationsforum und große Frühstücksrunde: Das Unternehmerfrühstück der Stadt Sehnde ist am Mittwoch wieder alles auf einmal gewesen. Bei der mittlerweile 15. Auflage haben sich rund 70 Gewerbetreibende und Firmenvertreter diesmal im Dorff-Gemeinschaftshaus des Klinikums Wahrendorff getroffen.

Das psychiatrische Fachkrankenhaus war 2016 schon einmal Gastgeber der Veranstaltungsreihe gewesen. Während damals ein Marketingprofi Tipps für effektive Verkaufsgespräche gegeben hatte, kamen die Referenten mit dem Ärztlichen Direktor Marc Ziegenbein und Günter Pöser, dem Leiter der Heiminternen Tagesstruktur und Tagesförderstätte, diesmal aus dem Klinikum.

Sehr gute Resonanz

„Unternehmer besuchen diesmal ein Unternehmen vor Ort“, erklärte Ines Raulf vom federführenden Stadtmarketing. Beim nächsten Mal gebe es dann wieder ein Frühstück mit Vortrag eines externen Experten. Mit der Resonanz war Raulf auch diesmal sehr zufrieden. An den Tischen saßen Vertreter aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistungen, Handel und Banken. Die meisten kamen aus Sehnde, einige auch aus Lehrte und Hannover. Die Veranstaltung sei mittlerweile ein Selbstläufer. „Gestartet bin ich seinerzeit mit 30 Gästen, und die musste ich noch einzeln überreden“, berichtete Raulf. Viele der Teilnehmer seien wiederholt oder mitunter sogar schon seit dem ersten Unternehmerfrühstück dabei.

Vernetzung erwünscht

„Viele Patienten haben Mehrfachdiagnosen“: Marc Ziegenbein, Ärztlicher Direktor, stellt das Klinikum vor. Quelle: Katja Eggers

Bauunternehmer Dirk Berkefeld schätzt die Veranstaltung als Möglichkeit, um sich zu vernetzen. „Ich habe hier schon viele Kontakte geknüpft“, berichtete der Sehnder. Markus Ulrich, Filialleiter der Sehnder Sparkasse, war vor allem gespannt auf die Vorträge. „Ich bin neugierig, wie einer der großen Arbeitgeber der Region alles stemmt und wie es hinter den Kulissen aussieht“, sagte Ulrich.

Einen groben Überblick mit Zahlen, Fakten und Bildern lieferte Ziegenbein. So erfuhren die Zuhörer unter anderem, dass das Klinikum über 344 Krankenhausbetten, 275 teilstationäre Plätze und rund 1100 Wohnplätze im Heimbereich verfügt, die häufigsten Diagnosen Depression, Burnout und Angststörungen sind und Medien- und Kaufsucht zunähmen.

„Arbeit bietet Struktur im Alltag“

„Bewohner brauchen Aufgaben, die sie auch bewältigen können“: Günter Pöser, Leiter Heiminterne Tagesstruktur/Tagesförderstätte, gewährt Einblicke in die Arbeitsangebot im Klinikum. Quelle: Katja Eggers

Pöser berichtete, dass es im Heimbereich vielfältige Arbeitsmöglichkeiten gibt und die Bewohner unter anderem in der Fahrradwerkstatt, in der Parkpflege oder der Miele-Werkstatt beschäftigt sind. „Auch die Blumengestecke hier auf den Tischen haben unsere Bewohner gemacht“, erklärte Pöser.

Jedem Bewohner stünden monatlich 120 Euro zur Verfügung. Wer montags bis freitag sechs Stunden täglich im Einsatz sei, könne sich mit seiner Arbeit bis zu 70 Euro Anerkennungsprämie dazu verdienen. Der Stundenlohn liege damit bei 60 Cent. „Aber würden Sie dafür morgens aufstehen und in die Werkstatt gehen?“, fragte Pöser die Zuhörer – und die schüttelten den Kopf. Als Motivation spiele das Geld daher auch keine große Rolle. „Viel wichtiger ist, dass die Arbeit den Bewohnern Struktur im Alltag bietet und ihnen Anerkennung, Erfolg, soziale Kontakte und das gute Gefühl beschert, Teil der Gesellschaft zu sein“, betonte Pöser.

Von Katja Eggers

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