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Sehnde Neujahrsempfang: Klinikchef spricht über Klimawandel
Umland Sehnde

Sehnde: Matthias Wilkening spricht beim Neujahrsempfang des Klinikums Wahrendorff über Klimawandel

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17:59 26.01.2020
Das hat Tradition: Geschäftsführer Matthias Wilkening steht bei seiner Rede auf einer umgedrehten Getränkekiste. Quelle: Katja Eggers
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Ilten

Eine Rede der besonderen Art haben rund 300 Gäste am Sonntag beim Neujahrsempfang des Klinikum Wahrendorff erlebt. Geschäftsführer Matthias Wilkening stieg dafür im Verwaltungspavillon in Ilten auf eine umgedrehte Getränkekiste. Das macht er schon seit mehr als 20 Jahren so. „Da habe ich eine bessere Übersicht und mehr Augenkontakt zu meinen Zuhörern“, erklärte der Klinikchef.

Dass die Rede von der Kiste aus stattfindet, war seine Idee und hat im Klinikum mittlerweile ebenso Tradition wie die Tatsache, dass die Gäste dafür im Vorfeld auf Kärtchen Stichworte schreiben, die Wilkening dann spontan in seinen Beitrag einfließen lässt. In seiner Rede arbeitete er diesmal sage und schreibe an die 70 Stichwortkärtchen ab.

Das Motto lautet „Klimawandel 2.0“

Vorgegeben war dabei lediglich das Motto, diesmal lautete es „Klimawandel 2.0“ – für den wortgewandten Wilkening also mehr als genug Gesprächsstoff. Wie immer ließ sich der Geschäftsführer bei seiner Rede ein Kärtchen nach dem anderen anreichen, blickte kurz drauf und improvisierte dann frei.

Mühelos wurde mit den Stichworten ein großer Bogen gespannt – von Kohlendioxidausstoß im Großen und Ganzen über vegane Ernährung, Nachhaltigkeit in der Wahrendorff-Küche bis hin zur Ortsfeuerwehr Ilten. Nur über Klimaaktivistin Greta Thunberg wollte Wilkening dann aber doch nicht sprechen.

Lob und Dank für die Ortsfeuerwehr

Für ihn persönlich sei der Klimawandel auch beim Neujahrsempfang zu spüren gewesen. Zusammen mit den weiteren Geschäftsführern Rainer Brase, Bernd Senger und Heide Grimmelmann-Heimburg begrüßte Wilkening am Eingang des Verwaltungspavillons alle 300 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft persönlich mit Handschlag. „Wenn wir da an der Tür stehen, dann zieht es immer total – diesmal war es nicht ganz so schlimm“, meinte Wilkening augenzwinkernd. Dank des Klimawandels sei es einfach wärmer geworden.

Die Kohlendioxidbilanz habe das Klinikum im vergangenen Jahr durch einen Zimmerbrand wohl leider deutlich beeinflusst. Ende September hatte im Heimbereich ein Wäschetrockner einen Brand ausgelöst. Wilkening dankte an dieser Stelle der Ortsfeuerwehr Ilten, die Schlimmeres verhindern konnte.

Wahrendorff-Küche setzt auf Umweltschutz

Den Kohlendioxidausstoß könne aber auch jeder Einzelne verringern. „Wenn jeder nur jedes zweite Mal Luft holt, führt das zu einer bombastischen Reduzierung und löst obendrein auch noch das Problem der Überbevölkerung“, meinte Wilkening augenzwinkernd.

Das Klinikum leistet laut Wilkening aber auch selber seine Beiträge für das Klima und den Umweltschutz: In der Küche wird etwa auf Geschirr aus wiederverwertbarem Plastik und Palmblättern gesetzt. Und für den 70 Millionen teuren Neubau, der derzeit in Köthenwald entsteht, wird es selbstverständlich auch Anschlüsse für Elektro-Räder und E-Autos geben.

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