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Sehnde Mehr Gefangene der JVA Sehnde bilden sich weiter
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Sehnde: Mehr Gefangene der JVA bilden sich weiter

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18:47 01.09.2019
Die Justizvollzugsanstalt am Schnedebruch in Sehnde. Quelle: Gottfried Hiller
Sehnde

Immer mehr Gefangene der Justizvollzugsanstalten (JVA) in Niedersachsen erlangen während ihrer Haftzeit einen Bildungsabschluss. Das teilt das niedersächsische Justizministerium mit. Insgesamt 1688 Insassen haben im Ausbildungsjahr 2018/19 erfolgreich an Weiterbildungsangeboten teilgenommen. Das sind rund 15 Prozent mehr Absolventen als im Vorjahr. Diesem positiven Trend folgt auch die JVA Sehnde: Dort schlossen insgesamt 223 Häftlinge die beruflichen und schulischen Ausbildungsmaßnahmen ab.

Gefangener studiert Rechtswissenschaften an Fernuniversität

Besonders viele Zeugnisse wurden bei der Maßnahme „Berufswegeplanung“ verteilt. Bei diesem viertägigen Kurs werden vor allem die kognitiven und motorischen Fähigkeiten von Neuinsassen getestet. „Wir wollen schauen, was bringen die Gefangenen mit und wo könnten sie eingesetzt werden“, sagt Karsten Rehse,Oberlehrer an der JVA Sehnde. In 2018/19 absolvierten 94 Häftlinge diese Ausbildungsmaßnahme, die in der Regel mit einem Abschlussgespräch endet.

Auch einige Besonderheiten kann die JVA Sehnde verzeichnen: Seit 2016 studiert ein Häftling Rechtswissenschaften an der Fernuniversität im nordrhein-westfälischen Hagen und hat erste Hausarbeiten bereits erfolgreich bestanden. Mit einer Belobigung der Industrie- und Handelskammer Hannover wurde im Dezember 2018 ein Insasse geehrt, der als Bester seiner Klasse eine Umschulung zum Fachlageristen absolviert hat.

JVA bietet Sprachkurse an

Die JVA Sehnde und deren Abteilung in Burgdorf stellen derzeit mehr 80 Teilnehmerplätze für die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen – unter anderem für die Angebote Glas- und Gebäudereinigungshelfer, Fachkraft für Metalltechnik und Umschulung zur Fachkraft im Gastgewerbe. Diese beruflichen Maßnahmen werden allesamt in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Hannover durchgeführt.

Für Gefangene mit Migrationshintergrund wird zusätzlich ein Sprachkurs als schulische Maßnahme angeboten. Dabei werden Grundkenntnisse der deutschen Sprache in Schrift und Form vermittelt. Dieser Kurs eigne sich deshalb auch für die Insassen mit Schreib- und Leseschwächen, sagt Rehse. Insgesamt 29 Häftlinge haben alleine in 2018/19 am Sprachkurs teilgenommen.

BOIS-Projekt unterstützt Insassen nach Entlassung

Trotz der erfolgreich absolvierten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in der JVA bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass die Strafgefangenen nicht sofort in die Gesellschaft wieder eingegliedert werden, weiß Rehse. Deshalb wurde das Projekt „BOIS – Berufliche Orientierung und Integration Strafgefangener“ ins Leben gerufen. Bei der vom europäischen Sozialfond geförderten Maßnahme werden die Insassen ein halbes Jahr vor und nach der Entlassung von einem Coach begleitet und erstellen zum Beispiel gemeinsam Lebensläufe. „Die Menschen werden also nicht ganz allein gelassen“, sagt Rehse.

Von Laura Beigel

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