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Sehnde Nabu zählt: So viele Insekten schwirren auf dem Blühstreifen
Umland Sehnde

Sehnde: Nabu zählt Insekten auf dem Blühstreifen

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18:31 09.08.2019
Mit Mikroskopen, Kescher, Lupen und Smartphones: Die Nabu-Mitglieder haben Insekten gezählt. Quelle: privat
Sehnde

Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Sehnde sind fleißig gewesen. Sie haben sich an der bundesweiten Nabu-Aktion Insektensommer beteiligt und in der Feldflur nördlich von Sehnde Insekten gezählt. Mithilfe von Mikroskopen, Keschern, Lupen und Smartphone-Apps rückte die Gruppe an die kommunale Entlastungsstraße aus und untersuchte dort einen Blühstreifen der Stadt.

Die Kinder und Erwachsenen kescherten und fotografierten im hochgewachsenen Blühstreifen und erlebten so die Welt der Insekten hautnah und lebendig direkt in der Natur. Stereomikroskope machten eine 100-fache Vergrößerung der kleinen Krabbler möglich. Die Gruppe nutzte auch die Insektenwelt-App des Nabu, um Tiere zu fotografieren, zu bestimmen und an die Aktion Insektensommer des Nabu Bundesverbands zu melden.

Gruppe findet viele Hummeln vor

Die Sehnder Nabu-Aktiven zählten auf dem Blühstreifen vor allem viele Hummeln. Darüber hinaus fand die Gruppe etliche Wanzen, Grashüpfer, Zikaden, Kleinschmetterlinge und Fliegen. Zu den Höhepunkten gehörte der Fund zweier riesiger Wespenspinnen, denen gerade Beute in die Netze gegangen war. Die Spinnen gingen allerdings nicht in die Zählung mit ein. Sie sind bekanntermaßen keine Insekten, aber auch wichtige Mitglieder des Ökosystems Wiese.

Die Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Sehnde erweiterten mit der Zählaktion nicht nur ihre Artenkenntnisse. Sie schauten dabei auch gleichzeitig noch, wie die Maßnahme Blühendes Sehnde der Stadt verläuft. Das Fazit fiel am Ende sehr positiv aus. „Wir konnten die Wirksamkeit von guten Blühflächen bestätigen“, erklärte Angelika Thomaier, die Sprecherin der Sehnder Ortsgruppe. Die Artenvielfalt und Dichte der Individuen sei auf dem untersuchten Blühstreifen der Stadt größer ausgefallen als auf den umliegenden Wegerandstreifen, sagte Thomaier.

Viele Insekten landen aber auch auf der Autoscheibe

Unter die Freude über das vielfältige Summen und Krabbeln auf der Blühfläche mischte sich aber auch ein Wermutstropfen. Denn die große Nähe zur Entlastungsstraße birgt die Gefahr, dass die dort lebenden oder Nahrung suchenden Insekten auf den Autoscheiben enden. Der Nabu Sehnde rät daher, künftige Blühflächen nicht an großen Verkehrswegen anzulegen. Das könne langfristig die Insektenvorkommen sogar schwächen, heißt es von der Ortsgruppe.

Die Zählaktion dauert noch bis zum 11. August. Sie ist der zweite Teil der bundesweiten Nabu-Aktion Insektensommer. Erst im Juni hatte sich der Nabu Sehnde an dem Projekt Stunde der Gartenvögel beteiligt. Rund 30 Mitglieder und andere engagierte Naturschützer hatten dabei Vögel in ihren Gärten gezählt. Auf dem Vormasch waren vor allem Spatzen gewesen, die Zahl der Mauersegler und Mehlschwalben war indes deutlich zurückgegangen.

Auch bei der aktuellen Zählaktion Insektensommer kann wieder jeder mitmachen. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage des Nabu im Internet unter www.nabu.de.

Von Katja Eggers

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