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Sehnde Nabugruppe will gegen Steingärten vorgehen
Umland Sehnde

Sehnde: Nabugruppe will gegen Steingärten vorgehen

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15:32 09.05.2019
Wilfried Brauns (von links), Angelika Thomaier und Holger Klinkert planen in Sehnde viele Aktionen zum Thema Natur- und Umweltschutz. Quelle: Katja Eggers (Archiv)
Sehnde

Immer mehr Sehnder setzen auf Natur- und Umweltschutz: Das Interesse an diesen Themen ist inzwischen so groß, dass sich jetzt eine eigene Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) gegründet hat, die sich erstmals öffentlich beim 1. Mai-Fest präsentiert hat.

Die neue Sehnder Gruppe startet mit 27 Mitstreitern. Zum Vorstandsteam der Gruppe zählen Holger Klinkert, Wilfried Brauns und Alexander Poch. „Wir sind von der großen Resonanz überrascht. Es freut uns sehr, dass es in Sehnde so viel Interesse an Natur- und Umweltthemen gibt“, sagt die neue Sprecherin Angelika Thomaier. Bislang seien einige Mitglieder der Gruppe zwar im Nabu Hannover aktiv gewesen. „Aber es sind auch viele neue dabei“, sagt Thomaier. Durch die Gründung einer eigenen Ortsgruppe könne man sich nun mehr auf Sehnder Themen fokussieren.

Gemeindesaal bei Vorträgen rappelvoll

Der Gründung der Sehnder Nabu-Gruppe gingen zwei Vortragsveranstaltungen im Gemeindesaal der Kreuzkirche voraus – unter anderem über heimische Gartenvögel. „Der Saal war jedes Mal proppenvoll“, sagt Thomaier. Auch auf verschiedenen Veranstaltungen in Sehnde präsentierte sich die neue Sehnder Nabugruppe in den vergangenen Wochen mit einem Stand. Als nächstes werden sie beim Generationentag am Sonnabend, 18. Mai, in der KGS in Sehnde vertreten sein.

An dem Gründungsabend wurden bereits Themen gesammelt, die die Sehnder Natur- und Umweltgruppe angehen will. Dazu zählt neben dem Anlegen von Blühstreifen und Blühflächen auch der Amphibien- und der Fledermausschutz, der Bienen-, Wespen- und Hornissenschutz genauso wie die Themen Windenergie und Naturschutz sowie Landwirtschaft in Verbindung mit Naturschutz. Weiterhin planen die Natur- und Umweltschützer auch eine Begleitung der Bauleitplanung unter Naturschutzaspekten. Zudem wollen sie die Umweltbildung und Umweltpädagogik unterstützen.

Naturschützer wollen auch politisch Einfluss nehmen

Die Nabu-Mitglieder planen aber auch praktische Umwelthilfe wie Biotop-Pflegemaßnahmen und eine Kartierung der Natur-Kleinode im Stadtgebiet. Sie wollen zudem auch politisch Einfluss nehmen. „Der Naturschutz hat in Sehnde noch nicht den Stellenwert, den er haben sollte“, meint Thomaier. Die Naturschützer wollen zum Beispiel die Politik für die zunehmenden Schottergärten sensibilisieren, und darauf hinwirken, deren Ausbreitung zu verhindern. „Die Steine heizen das Klima immer mehr auf, und Insekten finden in den Steingärten keine Nahrung mehr“, sagt Thomaier.

Die Stein- beziehungsweise Schottergärten finde man aber nicht nur in Sehnder Neubaugebieten. „Es ist traurig mitanzusehen, dass auch ältere Grundstücke nach und nach immer mehr versiegelt werden“, sagt die Nabusprecherin. Zu dem Thema sei demnächst ein Antrag an den Stadtrat geplant, so Thomaier. Doch die Naturfreunde wollen zunächst vor allem die Bevölkerung aufklären. „Darüber erreicht man viel mehr als mit Verboten.“

Gruppe will Tipps zum Baumschutz geben

Ein weiteres konkretes Thema ist der Baumschnitt und damit zusammenhängend auch der Baumschutz in Sehnde. „Viele schneiden ihre Bäume nicht richtig. Auch dazu wollen wir Tipps geben und an der Aufklärung arbeiten“, sagt Thomaier. Die Gruppe will sich nun regelmäßig alle vier Wochen treffen. Der Termin für ein neues Treffen stehe aber noch nicht fest. Bald soll auch wieder ein Vortrag angeboten werden: „Da wird es um das Thema Fledermäuse gehen“, verrät Thomaier schon im Voraus.

Von Patricia Oswald-Kipper

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