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Sehnde Beachtlich: Feuerwehr Müllingen-Wirringen zählt 305 Mitglieder
Umland Sehnde

Sehnde: Ortsfeuerwehr Müllingen-Wirringen steigert Mitgliederzahl

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07:11 05.02.2020
Die Beförderten um Ortsbrandmeister Thomas Grun (Dritter von links): Thorsten Eckert, Karl-Ulrich Froböse, Erik Swars, Ingmar Schotte, Dennis Ritter, Linus Köhler, Gino Habelt, Olaf Manthey und Thomas Meine. Quelle: Stadtfeuerwehr Sehnde
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Müllingen/Wirringen

Die Mitgliederwerbung der Stadtfeuerwehr Sehnde trägt Früchte. Die Ortsfeuerwehr Müllingen-Wirringen konnte im vergangenen Jahr vier neue Mitglieder gewinnen, davon sind drei aufgrund der Mitgliederwerbung eingetreten, wie Ortsbrandmeister Thomas Grun bei der Jahresversammlung jetzt berichtete. Damit hat die vor fünf Jahren fusionierte Ortsfeuerwehr der beiden Dörfer nun insgesamt 305 Mitglieder – bei nur 770 Einwohnern.

Statistisch gesehen sind damit zwei von fünf Einwohnern Mitglied bei den Brandbekämpfern. Doch davon fallen allein 219 auf den Förderverein, 17 auf die Jugend- und 13 auf die Kinderfeuerwehr. Zudem gebe es einige Mitglieder aus befreundeten Feuerwehren wie etwa aus Ingeln-Oesselse, Hannover-Wülferode und dem hessischen Heppenheim. Und wer Mitglied des Fördervereins sei, sei auch automatisch Mitglied der Feuerwehr, wenn auch ohne Jahresbeitrag, erläutert Grun. Dennoch verfüge die Einsatzabteilung über 56 Mitglieder und damit ungefähr so viele wie die mit fast 5200 Einwohnern siebenmal so große Ortschaft Ilten. „Das ist schon eine beachtliche Zahl“, freut sich Grun – und sie spreche für die Verwurzelung der Feuerwehr in den Orten.

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Tödlicher Unfall geht an die Nerven

Die Mitgliederwerbung der Stadtfeuerwehr, bei der Grun selbst aktiv mitwirkt, sei in Müllingen-Wirringen schon in den vergangenen drei Jahren sehr erfolgreich gewesen. 15 neue Aktive habe man in dieser Zeit gewinnen können, freut sich der Ortsbrandmeister. Im vergangenen Jahr leisteten die Einsatzkräfte rund 5500 Dienststunden, von Einsätzen über Ausbildung bis zur Unterstützung des Dorflebens. So war etwa das NDR-Fernsehen nach Müllingen gekommen, um in der Sendung „Hallo Niedersachsen“ live über das dortige Osterfeuer und die Jugendfeuerwehr zu berichten.

Von den 32 Einsätzen waren nur sechs Brände, dazu kamen elf Hilfeleistungen und die Unterstützung von anderen Ortsfeuerwehren. Gefordert haben die Kräfte aber vor allem einige Unfälle. Anfang vergangenen Jahres brannten zunächst zwei Autos auf der Bundesstraße 443, außerdem gab es einen schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 147 im Bereich des Müllinger Holzes. Dramatisch war der Verkehrsunfall am 8. Oktober: Dabei kam eine 76-jährige Autofahrerin bei einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen ums Leben. „Diese Einsätze sind mehr als belastend für alle Beteiligten“, weiß Grun. Nur durch die gemeinschaftliche Aufarbeitung könnten diese Situationen aufgefangen werden.

Glimpflich kam dagegen ein 68 Jahre alter Autofahrer davon, als er im Mai mit seinem Skoda an einem beschrankten Bahnübergang mit einem Zug zusammenstieß, aber nur leicht verletzt wurde. Das Beseitigen vieler umgestürzter Bäume nach einem Unwetter im Juni gehörte dagegen zu den Routinearbeiten.

Darüber hinaus gab es bei der Feuerwehr Müllingen-Wirringen Ehrungen: Detlef Czysz wurde für seine 50-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet und Jessica Münch für 25 Jahre. Seit 60 Jahren unterstützen Werner Köhler und Walter Sohns die Ortsfeuerwehr mit ihrer passiven Mitgliedschaft und Dietmar Jopp seit 40 Jahren. Karl Knigge ist seit 50 Jahren Mitglied der Förderabteilung und Heiko Förster seit 25 Jahren. Zudem wurden Linus Köhler, Olaf Manthey, Erik Swars und Ingmar Schotte zum Feuerwehrmann, Dennis Ritter zum Hauptfeuerwehrmann und Karl-Ulrich Froböse zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördert. Benedikt Nolle wurde kommissarisch zum stellvertretenden Jugendwart ernannt.

Die Geehrten um Ortsbrandmeister Thomas Grun (Dritter von links): Karl Knigge, Thorsten Eckert, Walter Sohns, Jessica Münch, Dietmar Jopp, Heiko Förster, Werner Köhler, Thomas Meine und Detlef Czysz. Quelle: Stadtfeuerwehr Sehnde

Stadt will Feuerwehr vor Beleidigungen schützen

Sehndes Bürgermeister Olaf Kruse betonte in seinem Grußwort noch einmal ausdrücklich, dass die Stadt die Feuerwehr unterstützen werde, sollten sich die Einsatzkräfte noch einmal Beleidigungen oder tätlichen Angriffen ausgesetzt sehen. Dies war im vergangenen Herbst in Sehnde beim Absperren für eine Ölspur geschehen –dabei war Einsatzkräften sogar vor die Füße gespuckt worden.

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