Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sehnde Ortsrat Höver kritisiert verschobene Sanierung im Lehrschwimmbecken
Umland Sehnde

Sehnde: Ortsrat Höver kritisiert Verschiebung der Sanierung im Lehrschwimmbecken

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 14.06.2019
Der wilde Wein an der Fassade des Lehrschwimmbeckens Höver könnte Schaden am Gebäude nach sich ziehen, befürchtet der Ortsrat. Quelle: Privat
Höver

Der Ortsrat Höver hatte in seiner jüngsten Sitzung gespannt auf eine klare Aussage der Stadt gewartet, wie es mit der Sanierung des Lehrschwimmbeckens und der Turnhalle weitergeht – doch das war ein Trugschluss und stößt nun auf deutliche Kritik. „Stattdessen wird alles ins nächste Jahr verschoben, ohne eine Erklärung“, ärgert sich Ortsbürgermeister Christoph Schemschat. Dabei stockten die Arbeiten schon seit mehr als einem Jahr. Die Stadt argumentiert, dass eine kürzlich vorgenommene Brandschau durch die Region Hannover ergeben habe, dass der Brandschutz in den Gebäuden nicht mehr auf dem aktuellen Stand sei und dieser deshalb vor einer Sanierung nachgearbeitet werden müsse.

Wilder Wein könnte Schaden anrichten

Gut zu erkennen: Der Wein wächst bereits unter den Dachüberstand. Quelle: Privat

Nicht nur beim Ortsrat stoße dies auf Unverständnis, sagt Schemschat. „Man kann den Einwohnern nicht mehr vermitteln, warum es nicht mehr weitergeht.“ Das Becken nutzen auch Schulen. Die Anfänge der Planungen seien schließlich schon zehn Jahre alt, kritisiert Ortsratsmitglied Uwe Eichelkraut (SPD). So seien etwa die Fensterfront und der Dachstuhl erneuert, der Dachüberstand zum Bauwerk aber nicht verschlossen worden, da die Isolierung der Wand noch ausstehe. „Das hat nun zur Folge, dass inzwischen der wilde Wein wieder droht, Schaden am Dach und im Gebäude anzurichten“, moniert Schemschat. „Und die Beseitigung verursacht zusätzliche Kosten.“

Wilder Wein sei aber längst nicht so aggressiv wie Efeu, hält dem Daniela Rössing, Fachdienstleisterin für Gebäudewirtschaft, entgegen. Auch sei noch nicht klar, ob die Sanierung bis ins nächste Jahr verschoben werden müsse. Sie stehe im Zusammenhang mit dem Brandschutz des gesamten Altbestandes an dem Standort, zu dem außer dem Lehrschwimmbecken auch die Turnhalle und die Grundschule gehören. Beim Brandschutz gebe es keinen Bestandsschutz für alte Gebäude, deshalb müsse nachgebessert werden. „Eine akute Gefahr besteht aber nicht“, betont Rössing.

Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, wie das Dach fertiggestellt werden soll. Das sei nun abzuwarten, denn eventuell müsse dort noch eine neue Brandwand hochgezogen werden. Die Sanierung extern zu vergeben, wie es der Ortsrat vorgeschlagen hat, sei zwar denkbar, von der Stadt bislang aber noch nicht praktiziert worden. Denn das Fachwissen sei im Rathaus verfügbar.

Keine Sportstättenförderung beantragt

Das Lehrschwimmbecken nutzen nicht nur Schulen, dort werden etwa auch Aquafitnesskurse angeboten. Quelle: Sandra Köhler (Archiv)

Auch die Arbeiten an der Turnhalle stoßen beim Ortsrat auf Kritik. „Sie sind am Eingangsbereich der Turnhalle nicht sauber erledigt worden“, sagt Schemschat. Die Dachpappe sei nicht richtig festgeschweißt worden und drohe bei Sturm abzufallen. Der Ortsbürgermeister findet es zudem unverständlich, dass keine Förderung der Sportstättensanierung des Landes für Höver beantragt wurde.

Das sei erst seit März möglich, entgegnet Wolfgang Bruns, Fachdienstleiter für Schule, Sport und Kultur. Zudem sei dafür ein Konzept mit Kostenberechnung und Zeichnung erforderlich: „Das haben wir aber noch nicht.“ Es seien mehrere Projekte denkbar, die miteinander konkurrieren und für die man eine Förderung überlege, etwa die Turnhallen in Dolgen und Rethmar. Weil viele Kommunen Anträge abgeben, müsse man überlegen, bei welcher Maßnahme die Stadt das Maximale herausholen könne.

Von Oliver Kühn und Patricia Oswald-Kipper

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

70 Zuhörer waren vom ersten Pfingstkonzert in der Iltener Barockkirche begeistert. Fernando Mansilla Fuentealba und Arne Hallmann zeigten am Barockcello und der Christian-Vater-Orgel viel Gespür für den Musikstil der Barockzeit, der die Lebenslust nach dem 30-jährigen Krieg widerspiegelt.

14.06.2019

Die Veranstalter haben das Programm für ihr Schützenfest den Wünschen der Dorfbewohner angepasst. Gefeiert wird nun drei statt vier Tage – und zwar vom 14. bis zum 17. Juni. Neu ist auch der Kindertag.

14.06.2019

Das Regional-Museum Sehnde plant einen Film über das historische Siedlungsgebiet. Dazu hat Museumschef Erhard Niemann alle elf heutigen Bürgermeister und Ortsbürgermeister aus dem Bereich eingeladen, ihre Orte vorzustellen.

13.06.2019