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Sehnde Parkende Autos erschweren Straßenreinigung in Ilten
Umland Sehnde

Sehnde: Parkende Autos erschweren Straßenreinigung in Ilten

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16:00 05.11.2019
Hier kommt eine Kehrmaschine kaum an die Gossen: Die Ferdinand-Wahrendorff-Straße ist meist zugeparkt. Quelle: Oliver Kühn
Ilten

In den Gossen der Ferdinand-Wahrendorff-Straße in Ilten hat sich der Herbst verfangen: Herabgewehte Laubblätter sammeln sich am Straßenrand und bedecken teilweise sogar die Abwasserschächte. Doch die Kehrmaschinen der Stadt Sehnde können gegen die Laubhaufen wenig ausrichten – denn zahlreiche am Fahrbahnrand abgestellte Autos verhindern die Reinigung der Bordsteinrinnen.

Straßenreinigung Thema im Ortsrat

„Die Kehrmaschinen fahren einmal in der Fahrbahnmitte entlang, und das war’s“, beschreibt eine 70-jährige Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, die derzeitige Situation. Sie ärgert sich über die vielen parkenden Autos, die mehrheitlich den Mitarbeitern des Klinikums Wahrendorff sowie einigen Nachbarn gehörten. „Für was zahlen wir Straßenreinigungsgebühren, wenn die Kehrmaschinen nur einmal in der Mitte durchfahren?“

Kein Einsatz möglich: Das Laub bleibt an den Straßenrändern liegen. Quelle: Oliver Kühn

Inzwischen hat die Problematik auch den Ortsrat erreicht. In der jüngsten Sitzung hatte der stellvertretende Ortsbürgermeister Andreas Heinen (CDU) seine Anfrage an die Stadtverwaltung vorgetragen. Eine Lösung könnte ein „zeitlich begrenztes Parkverbot“ an der Ferdinand-Wahrendorff-Straße sein: „Die Anwohner beschweren sich zu Recht, dass sie für die von ihnen gezahlten Straßenreinigungsgebühren keine Leistung erhalten.“

Stadt weist temporäres Parkverbot ab

Man brauche eine Regelung, die dauerhaft funktioniere. Zumal an anderen Straßen wie dem Lindhorstweg und der Rudolf-Wahrendorff-Straße eine ähnliche Parksituation vorherrsche. Heinen hatte sein Anliegen auch im Stadtentwicklungsausschuss dargelegt. Dort nahmen Vertreter aus anderen Ortschaften die Problematik aber nur als „altbekannt“ zur Kenntnis.

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Die Stadt Sehnde kann den Ärger der Iltener indes nicht nachvollziehen. „Die Reinigung wird durchgeführt“, betont Andrea Ebeling. „Aber vielleicht nicht mit der Qualität, wie sie sich die Anwohner vorstellen.“ Die Leiterin des Fachbereich Kasse und Steuern hält ein temporäres Parkverbot für nicht realisierbar. Grund sei Paragraf 2 der städtischen Straßenreinigungsverordnung. Dort heiße es, dass eine Straßenreinigung wiederkehrend nach sieben Werktagen – außer am Sonnabend – erfolgen soll.

Die Kehrmaschinen säuberten somit jede Woche an unterschiedlichen Tagen die Straßen in Ilten, sodass jeweils neue Parkverbotsschilder angefertigt und alle sieben Tage auf- beziehungsweise abgebaut werden müssten. „Der Aufwand würde am Ende den Nutzen übersteigen“, meint Ebeling. Würde aber die Ferdinand-Wahrendorff-Straße häufiger gereinigt werden als andere Straßen, würde sich das auf die Straßenreinigungsgebühren niederschlagen. Diese liegen derzeit bei 1,20 Euro pro Meter und Jahr.

Anwohnerin macht Vorschlag

Aber mehr für die Straßenreinigung zahlen will die 70-jährige Anwohnerin nicht. Sie hofft weiterhin auf eine mögliche Problemlösung, die die Stadt zurzeit jedoch nicht sieht. Einen Tipp für die Verwaltung hat die Senioren trotzdem noch: „Wenn die Kehrmaschinen um sechs Uhr morgens oder nach 18 Uhr zum Saubermachen kämen, dann sind in der Regel so gut wie alle Autos weg und man kann schön fegen.“

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Von Laura Beigel

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