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Sehnde Rauchmelder sollten vor dem Urlaub überprüft werden
Umland Sehnde

Sehnde: Rauchmelder vor dem Urlaub überprüfen

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08:00 10.07.2019
Ein Rauchmelder kann im Notfall Leben retten. Quelle: Peter Steffen (dpa)
Sehnde

Der jüngste Fall eines piepsenden Rauchmelders, den niemand abstellte, hat die Stadt Sehnde und die Stadtfeuerwehr Sehnde in der jetzigen Ferienzeit auf den Plan gerufen und zu einem gemeinsamen öffentlichen Appell veranlasst. Denn als Nachbarn kürzlich einen pfeifenden Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus gemeldet hatten, habe dies einen Einsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst, berichtet Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. In Absprache mit der Polizei habe er entschieden, die Wohnungstür aufzubrechen. Beide raten deshalb dringend, wichtige Tipps zu beachten, um sich vor Fehlalarmen zu schützen.

Mieter für Wartung verantwortlich

In Niedersachsen sind Rauchmelder seit Ende 2015 in allen Wohnungen vorgeschrieben. Dies gilt für alle Schlaf- und Kinderzimmer sowie für Flure, die als Rettungswege aus Aufenthaltsräumen dienen. Für den Einbau sind die Eigentümer beziehungsweise die Vermieter verantwortlich, für die Wartung allerdings die Mieter selbst.

Rauchmelder können Leben retten – doch in der Ferien- und Urlaubszeit sorgten die runden Lebensretter an der Decke immer wieder auch für Verdruss, weiß Tim Herrmann aus eigener Erfahrung. „Stellen Sie sich vor, Sie kommen aus den Ferien zurück und stellen fest, dass das Schloss Ihrer Wohnung ausgetauscht wurde“, beschreibt der Pressesprecher der Stadtfeuerwehr Sehnde das mögliche Szenario. „Außerdem finden Sie eine Mitteilung, dass Sie sich bei der Polizei melden sollen.“

Piepston könnte Feueralarm sein

Ein verbranntes Essen kann einen Rauchmelder auslösen. Quelle: Feuerwehr Seelze

Hintergrund ist, dass sich das vom Rauchmelder abgegebene Warnsignal für die leere Batterie wie ein Feueralarm anhören könne, erläutert Herrmann. Nachbarn oder andere Hausbewohner riefen dann häufig die Feuerwehr, die sich bei ausgelöstem Rauchmelder Zutritt zur Wohnung verschaffen müsse, um eine Gefährdung ausschließen zu können. „Auch die Tür im jüngsten Fall wäre sonst heil geblieben“, erinnert Lehrke.

Die Stadtfeuerwehr empfiehlt Eigentümern und Mietern deshalb, vor dem Urlaub die Batterien der Rauchmelder mit einem Testgerät zu prüfen oder gleich neue Batterien einzulegen. „Auf keinen Fall sollte man den Rauchmelder in der Urlaubszeit abschalten oder abschrauben“, betont Herrmann.

Feuerwehr gibt Tipps

Auch weitere Tipps könnten helfen, einen Feuerwehreinsatz zu vermeiden. So sollten Urlauber etwa Netzstecker von elektronischen Geräten abziehen und die Geräte nicht auf Stand-s laufen lassen. Zudem sollten Wasseranschlüsse von Spül- und Waschmaschinen abgedreht werden, um einen ungewollten Wasserschaden zu verhindern, wenn doch mal ein Schlauch undicht wird. Alle Fenster sollten geschlossen sein, damit Unwetter oder Stürme keinen Schaden in der Wohnung anrichten. Darüber hinaus sollten Nachbarn informiert werden, dass man im Urlaub ist, um so in Notfällen Polizei oder Feuerwehr informieren zu können.

Von Oliver Kühn

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