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Sehnde Freies WLAN und neue Räume: Schützenheim soll Treffpunkt werden
Umland Sehnde

Sehnde: Renoviertes Schützenheim ist Dorfmittelpunkt

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17:14 17.09.2019
Die Jugendabteilung freut sich mit Jugendleiter Rüdiger Klingel (Zweiter von links), Kassenwart Rüdiger Kullick (Mitte) und Oliver Falk von der Volksbank Sehnde (Zweiter von rechts) über die neuen Lichtpunktgewehrstände. Quelle: Gabriele Gerner
Evern

Eine neue, moderne Schießanlage mit zwei Lichtpunktgewehrständen und einem neuen Lichtpunktgewehr, ein renovierter Schießraum, ein zusätzlicher Abstellraum sowie freies WLAN im Schützenhaus – das ist das Ergebnis der Modernisierung beim Schützenverein Evern. Davon profitiert auch das ganze Dorf.

Arbeiten waren kein Zuckerschlecken

Viele Arbeiten sind in Eigenleistung entstanden, doch die Schützen haben auch mehr als 20.000 Euro investiert. Zwei Monate lang haben die Ehrenamtlichen Teppiche herausgerissen, Decken neu eingezogen, Wände verkleidet und einen Durchbruch zwischen Schießraum und Abstellraum geschaffen. „Die Arbeiten zwischen Schutt und Staub waren in den Hitzemonaten Juni bis August kein Zuckerschlecken“, berichtet die Vorsitzende Eleonore Bumcke.

Als der neue Schießraum fertig war, folgte eine weitere Modernisierung: die neue Schießanlage als Herzstück des Schützenvereins. Fünf Schießstände enthält sie, zwei davon für Lichtpunktgewehre. Alle Stände sind in einem System integriert, die Punkte-Auswertung wird umgehend auf einen Monitor in den Schankraum übertragen. „So wissen Wartende jetzt besser, wann sie an der Reihe sind“, freut sich Schatzmeister Rüdiger Kullick.

Die Anlage ist fast kabelfrei und lässt sich blitzschnell auf- und abbauen. Das ist von großem Vorteil, denn der Schießraum ist auch einer der letzten Veranstaltungsräume im Ort und wird häufig für private Feiern und Jahreshauptversammlungen der Everner Vereine genutzt. Ob runde Geburtstage, Silberhochzeiten oder Trauercafés – im Schützenhaus trifft sich das Dorf. „Deshalb freue ich mich auch, dass der Raum nun hell und freundlich ist“, sagt die Vereinsvorsitzende.

Attraktiver Dorfmittelpunkt

Die Pläne von vor zwei Jahren, das Schützenhaus zum Dorfgemeinschaftshaus umzubauen, haben sich mittlerweile aber zerschlagen. „Wir sind froh, dass wir das Schützenhaus mit relativ geringen Kosten und einfachen Mitteln verschönert und modernisiert haben“, meint Bumcke. Damit will die Vereinschefin zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Der Schützenverein soll für die Zukunft gerüstet werden und das Schützenheim soll als attraktiver Dorfmittelpunkt erhalten bleiben.

Ein Rauchverbot im gesamten Schützenhaus und kostenfreies WLAN gehören für sie ebenso dazu wie eine ansprechende Gestaltung der Räume. Hier sollen sich sowohl die älteren Schützendamen wohlfühlen, die sich einmal im Monat treffen, als auch die jungen Mütter, die ihre Kinder zum Schießtraining bringen. Bumckes Wunsch für die Zukunft ist es, die derzeitige Generationenlücke zu schließen: „Gern würden wir mehr 40- bis 70-Jährige in den Verein bekommen.“

Lichtpunktanlage Investition in die Jugend

Ein neues Lichtpunktgewehr hat der Verein angeschafft und ein altes aufgerüstet. „Das ist vor allem eine Investition in die Jugend“, sagt Jugendleiter Rüdiger Klingel. Zusammen mit Andrea Rampenthal betreut er sechs Jungen und sechs Mädchen im Alter von acht bis 14 Jahren, die ausschließlich die Lichtpunktgewehre nutzen.

15.000 Euro hat sich der Verein die neue Schießanlage kosten lassen. 2000 Euro kosten allein die Lichtpunktgewehre. Die Renovierung schlug mit 6000 Euro Materialkosten und rund 200 Stunden ehrenamtlicher Arbeit zu Buche. Die Volksbank hat ein Lichtpunktgewehr für die Jugendabteilung mit 750 Euro finanziert, die Energieversorgung Sehnde sponserte 375 Euro. „Auf einen Zuschuss der Stadt hoffen wir noch“, sagt Vorsitzende Bumcke vielsagend.

Tag des offenen Schießstandes

Der Schützenverein Evern möchte seine neue elektronische Anlage auch der Öffentlichkeit vorstellen. Deshalb lädt der Verein für Sonnabend, 21. September, zu einem Tag des offenen Schießstandes ein. Ab 14 Uhr können sich Interessierte im Schützenhaus an der Rethmarschen Straße 13 die moderne Schießanlage ansehen und unter Aufsicht auch einmal die Lichtpunktgewehranlage testen. Dabei stehen die Schießmeister für Fragen rund um den Schießsport zur Verfügung. Auch für Kaffee und Kuchen sowie Snacks ist gesorgt.

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Von Gabriele Gerner

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