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Sehnde Sommerfest im Straßenbahn-Museum zeigt Historisches der Üstra
Umland Sehnde

Sehnde: Sommerfest im Straßenbahn-Museum zeigt Historisches der Üstra

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17:14 23.06.2019
Mit einem Anderthalbdecker aus dem Jahr 1971 kommen einige Gäste des Straßenbahnfestes auf Hohenfels an. Quelle: Michael Schütz
Wehmingen

Vieles im Leben ist eine Frage des Stils. Das ist beim Hannoverschen Straßenbahn-Museum (HSM) nicht anders. Man kann ganz normal zum HSM auf Hohenfels fahren, etwa mit dem Auto oder dem Fahrrad. Man kann aber auch stilvoll in einem Oldtimer-Bus ankommen. Letzteres war am Sonntag erstmals möglich, als das Museum in Wehmingen ein Straßenbahnfest feierte. Eigens für das Fest wurden zwei Sonderfahrten angeboten, die Besucher vom Üstra-Betriebshof in Hannover-Döhren über Sarstedt nach Wehmingen brachten. Das dafür genutzte Fahrzeug war nicht irgendeines, sondern ein Mercedes O 317, ein sogenannter Anderthalbdecker. Der Oldtimer aus dem Jahr 1971 zeichnete sich dadurch aus, dass er im hinteren Teil ein zweites Geschoss aufweist.

Oldtimer-Bus braucht Zwischengas

Mit Zwischengas: Alexander Schwieger hat Spaß daran, den alten Anderthalbdecker zu fahren. Quelle: Michael Schütz

„Wir hatten auf der Blaulichtmeile vor einer Woche gesehen, dass es diese Sonderfahrten gibt“, sagte Petra Hunger, die mit ihrem Mann Steffen und ihren Kindern Dominik und Alexander nach Wehmingen gekommen war. „Aber wir hatten gedacht, dass die Fahrten schon ausgebucht wären.“ Dem war allerdings nicht so, und so konnte die Familie aus Langenhagen zu Fahrer Alexander Schwieger in den Bus steigen. Für den hauptberuflichen Üstra-Stadtbahn- und Busfahrer war die Fahrt zum HSM ebenfalls etwas Besonderes. „Der fährt noch mit Zwischengas“, zeigte er sich begeistert. „Und mehr Kraft braucht man auch.“

Die Hungers verdanken es dem 14-jährigen Alexander, dass sie mindestens einmal im Jahr ins Straßenbahn-Museum kommen. „Das ist so schöne alte Technik“, befand der junge Straßenbahnfan am Sonntag. „Sie ist leicht zu verstehen und man kriegt mit, was passiert.“ Selbstredend kennt der 14-Jährige die genauen Bezeichnungen der Straßenbahnen und Busse. „Mit dem TW 6000 zu fahren, wäre aber langweilig“, meinte er angesichts der grünen Straßenbahnen, die auch heute noch in Hannover fahren.

Zu seinem Glück kam dafür aber ein Oldtimer der besonderen Art an die hauseigene Haltestelle gefahren. Die Hungers durften in den historischen Credé-Triebwagen 227 einsteigen, der erstmals am Fahrbetrieb auf dem Vereinsgelände auf Hohenfels teilnahm. Damit aber nicht genug: Im Zielfenster stand zudem noch ihr Heimatort Langenhagen.

Kriegsstraßenbahnwagen restauriert

Straßenbahn mit Ziel Heimat: Die Langenhagener Steffen (von links), Dominik (17), Alexander (14) und Petra Hunger auf Hohenfels. Quelle: Michael Schütz

Der eigentliche Anlass für das Straßenbahnfest war die Inbetriebnahme eines sogenannten Kriegsstraßenbahnwagens aus den Vierzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Üstra-Fahrzeug war nach längerer Restaurierung vor zwei Jahren fertiggestellt worden. Jetzt ist auch der dazugehörige Anhänger restauriert worden. „Das wollten wir mit einem Fest feiern“, sagte HSM-Vorstand Ingo Papenmeier.

Und was liege da näher als die Präsentation der Üstra-Straßenbahnen und Busse aus mehreren Jahrzehnten, die auf Hohenfels stehen. So konnte man Bahnen aus dem Jahr 1928, aber auch den Mercedes-Bus O 530 G sehen, der einst für die Expo 2000 angeschafft wurde.

Der Mercedes O 530 G verbreitet Expo-Erinnerungen. Quelle: Michael Schütz

Von Michael Schütz

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