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Sehnde Stadt fällt zahlreiche Pappeln am Jakobiteich in Gretenberg
Umland Sehnde

Sehnde: Stadt fällt zahlreiche Pappeln am Jakobiteich in Gretenberg

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16:00 30.11.2019
Am Ufer des Jakobiteichs werden zahlreiche Pappeln gefällt, damit mehr Licht und nicht so viele Blätter in das Gewässer fallen und sich der Baumbestand besser entwickeln kann. Quelle: Stadt Sehnde
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Gretenberg

Der Jakobiteich in Gretenberg ist seit Jahren ein Problemkind: Die Ufer sind zugewuchert, Laub und Äste entziehen dem Wasser Sauerstoff, und bei Trockenheit vermehren sich Algen, und das Biotop verlandet zusehends. Seit Langem gibt es deshalb Forderungen von Bürgern und auch aus der Politik, das etwa einen Hektar große Gewässer besser zu pflegen und zu unterhalten. Dem kommt die Stadt jetzt nach: Sie lässt besonders am westlichen Ufer zahlreiche Pappeln fällen, um sowohl den Naturhaushalt als auch das Landschaftsbild wieder aufzuwerten. Auch die Sträucher im Bereich der Obstgehölze sollen zurückgedrängt werden.

Die Ufer sind größtenteils zugewuchert, sodass kaum Licht und Luft an das Gewässer kommt. Quelle: Stadt Sehnde

Fischsterben in trockenen Sommern

Aufgeschreckt hatte die Stadt das Fischsterben im vergangenen, besonders trockenen Jahr. Spaziergänger hatten beobachtet, wie zahlreiche Fische auf dem Trockenen zappelten und verendeten – oder Beute von Reihern und Kormoranen wurden. Denn einen Zufluss, der Frischwasser bringt, hat das Gewässer nicht. Der Gretenberger Landwirt Hans-Hermann Barnstorf hatte deshalb im vergangenen Jahr mit Kindern aus dem Ort viele Teichbewohner mit dem Kescher in andere Teiche umgesetzt.

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Im vergangenen Jahr war das Fischsterben im Jakobiteich besondern sichtbar - für Reiher war es ein Schlaraffenland. Quelle: Hans Gandke (Archiv)

Mit den Rodungen will die Stadt dafür sorgen, dass wieder mehr Licht auf das meist verschattete Gewässer und auch weniger Laub ins Wasser fällt. Zudem könnten sich auch die standortheimischen Gehölze wieder besser entwickeln. Damit der Wind besser über das Wasser blasen kann und damit den Sauerstoffgehalt anreichert, werden außerdem fünf Schneisen in Ost-West-Richtung geschlagen. Nach Abschluss der Fäll- und Rodungsarbeiten soll der Jakobiteich wieder halboffen und damit besser zugänglich sowie besonnt sein und einen humusreichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen darstellen – etwa für für Pilze, Flechten, Insekten, Vögel und Fledermäuse. Für die Naherholung wird er aber nicht ausgebaut.

Heimat für Tiere und Pflanzen

Der Jakobiteich ist wegen des Tonabbaus für die nahe gelegene ehemalige Ziegelei entstanden und nach einem früheren Betreiber benannt. Als der Betrieb eingestellt wurde, lief die Kuhle mit Wasser voll. Später wurde der so entstandene Teich bei der Verbreiterung des Mittellandkanals als Ausgleichsfläche genutzt. Die Verwaltung ließ dort nicht nur Pappeln, sondern auch Obstbäume anpflanzen. Seit gut 30 Jahren wird das Gelände jedoch sich selbst überlassen. In dem Feuchtbiotop, von denen es in Sehnde nicht viele gibt, leben Fledermäuse, Eisvögel, Kormorane sowie Grau- und Silberreiher, und im Wasser hat sich die Teichmuschel angesiedelt.

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