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Sehnde Stadt investiert mehr als 6 Millionen Euro in Straßen und Gehwege
Umland Sehnde

Sehnde: Stadt investiert mehr als 6 Millionen Euro in Straßenausbau

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17:06 28.01.2020
In Rethmar wird die Straße Osterkamp erneuert. Quelle: Katja Eggers
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Sehnde

Der Straßenausbau in Sehnde wird dieses Jahr zu einem „Oberthema“ – so nennt es Fachdienstleiter Godehard Kraft. Mehr als 6 Millionen Euro sollen in der Stadt verbaut werden, allerdings sind darin auch verschiedene Förderungen enthalten. Die Projekte reichen von der Erschließung des geplanten Neubaugebiets Rethmar-West über den Ausbau von Gemeindestraßen bis hin zur Dorferneuerung. Ob Anlieger zu den umstrittenen Straßenausbaubeiträgen herangezogen werden, ist aber noch offen.

Ausbaubeiträge zurzeit ausgesetzt

Hintergrund dafür ist die Diskussion um die nicht nur von Bürgern heftig kritisierte Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs), nach der für einzelne Grundstücksbesitzer die Beiträge in die Zehntausende Euro gehen und sie vor existenzielle Probleme stellen könnten. „Wir haben die Forderungen deshalb bis zu einer endgültigen Klärung ausgesetzt“, betont Bürgermeister Olaf Kruse. Dann müsse der Rat entscheiden.

Baustraße im „Kleinen Öhr“ wird befestigt

Nachdem die Grundstücke im Neubaugebiet Kleines Öhr nun bebaut sind, werden die Straßen endgültig fertiggestellt. Quelle: Katja Eggers

Nachdem die meisten Grundstücke im Neubaugebiet „Kleines Öhr“ am nördlichen Stadtrand von Sehnde bereits bebaut sind, werden nun die bislang noch provisorischen Straßen im Baugebiet endgültig fertiggestellt. Im gleichen Zuge werden die Straßenlaternen aufgestellt und die gesamte Straßenfläche sowie Gehwege mit Betonpflaster angelegt. Das Ende der Arbeiten ist für Juli terminiert, die Kosten belaufen sich auf rund 390.000 Euro.

Schon im Mai sollen die Straßen im Neubaugebiet „Vor den Bilmer Mühlen“ fertig werden, auch dort ist die Bebauung größtenteils abgeschlossen. Die Fahrbahn erhält ein Betonpflaster, danach folgen die Straßenlaternen. Dabei kalkuliert die Stadt mit Kosten von rund 100.000 Euro.

3,8 Millionen Euro für Rethmar-West

Den Löwenanteil des Straßenausbaus verschlingt die Erschließung des Baugebiets in Rethmar. 3,8 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Auch einen Lärmschutzwall entlang der stark befahrenen Bundesstraße 65 wird es geben. Die Arbeiten sollen im Februar beginnen und voraussichtlich im Herbst abgeschlossen sein. Dafür wird zunächst eine asphaltierte Baustraße geschaffen. Danach werden die Schmutz- und Regenwasserkanalisation verlegt sowie ein offenes Regenrückhaltebecken gebaut. Auch eine Trinkwasser- und eine Löschwasserleitung kommen unter die Erde.

Kernstück ist die Herstellung eines Kreisverkehrs am Ortseingang. Solch eine Verkehrsanlage auf einer Bundesstraße genehmigt zu bekommen, sei nicht einfach, sagt Kraft, da die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr dies meist kritisch sehe. Da der Kreisel jedoch wie eine Bremse vor dem Ort wirke, habe die Stadt die Zusage dennoch erhalten. „Ein Kreisverkehr regelt den Verkehr auch am besten“, urteilt der Fachdienstleiter.

Neue Fahrbahnen für Osterkamp und Schulkoppel

In Rethmar selbst haben bereits die Arbeiten in der Straße Osterkamp begonnen. Dort wird die Fahrbahn von der Seufzerallee bis zum Feuerwehrgerätehaus neu asphaltiert. Der Gehweg bekommt ein neues Betonpflaster, dazu kommen Parkplätze und Grünflächen wie bisher. Ebenso wird die Entwässerung neu geregelt – und auch eine neue Löschwasserleitung samt neuem Hydranten für die Feuerwehr verlegt. Für den Neubau der Regen- und Schmutzwasserkanalisation sowie der Trinkwasserleitung sind ebenfalls wieder die Stadtwerke Sehnde mit im Boot. Die Kosten belaufen sich hier auf rund 465.000 Euro.

Danach folgt der Ausbau der Straße Schulkoppel. Von der Seufzerallee bis zum Osterkamp wird die Fahrbahn zurückgebaut und neu asphaltiert. Auch die Entwässerung wird neu geregelt, den Neubau der Regen- und Schmutzwasserkanalisation sowie der Trinkwasserleitung übernehmen die Stadtwerke Sehnde. Für den Straßenbau und die Straßenentwässerung rechnet die Stadt mit Kosten von rund 280.000 Euro. Die Fertigstellung beider Bauvorhaben ist im Juli vorgesehen.

Dorferneuerung in Ilten und Bilm

Gleich drei Dorferneuerungen sind in diesem Jahr vorgesehen, zwei in Ilten und eine in Bilm. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als 1,5 Millionen Euro – doch 63 Prozent davon bekommt die Stadt von der Fördermaßnahme Dorfentwicklung zurück. Jede einzelne der drei Maßnahmen kostet rund 500.000 Euro.

In der Straße Im Winkel in Bilm wird noch ab diesem Monat die gesamte Fahrbahn inklusive der Stichwege erneuert und mit grauen Pflastersteinen ausgebaut. Die Nebenflächen werden mit Schotterrasen wie bereits bei anderen Dorferneuerungsmaßnahmen wie in der Kreuzstraße und der Mühlenstraße versehen. Auch in Ilten wird die Fahrbahn Im Wiesengrund von der Straße Am Nordende bis zur Jahnstraße komplett neu gebaut. Das Straßenpflaster in anthrazit, der Gehweg mit rotem Betonpflaster. Die Nebenflächen werden in Natursteinpflaster wie schon in der Straße Am Nordende gestaltet.

Darüber hinaus wird die Ferdinand-Wahrendorff-Straße in Ilten im Abschnitt von der Wilhelm-Dörries-Straße bis Im Schleichgarten erneuert und neu gestaltet. Dort entsteht auch ein Gehweg aus Betonpflaster auf der Südseite und auf dem Seitenstreifen im Norden. Zudem werden in allen drei Straßen von den Stadtwerken Sehnde die Regen- und Schmutzwasserkanalisation sowie die Trinkwasserleitungen erneuert.

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