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Sehnde Strom und Gas bei EVS werden deutlich teurer
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Sehnde: Strom und Gas bei EVS werden deutlich teurer

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08:00 27.11.2019
Die Energieversorgung Sehnde (EVS) erhöht ihre Strom- und Gaspreise im nächsten Jahr zum zweiten Mal in Folge. Quelle: Privat
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Sehnde

Schlechte Nachricht für Kunden der Energieversorgung Sehnde (EVS): Die überwiegend städtische Tochtergesellschaft erhöht zum zweiten Mal in Folge im neuen Jahr ihre Strom- und Gaspreise. Durchschnittshaushalte, die beides von der EVS beziehen, müssen dafür ab 1. Januar rund 120 Euro im Jahr tiefer in die Tasche greifen.

Der Strompreis für den Grundversorgungstarif beträgt ab 1. Januar 29,95 Cent pro Kilowattstunde und der Grundpreis monatlich 11,90 Euro. Damit erhöhen sich die Stromkosten für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von etwa 3500 Kilowattstunden um rund 77 Euro pro Jahr.

Höhere Preise stehen auch bei der Gasversorgung ins Haus: Wegen steigender Entgelte für die Nutzung der Gasnetze sei ebenfalls eine „Preisanpassung“ notwendig, teilt Geschäftsführer Frank Jankowski-Zumbrink mit. Der Arbeitspreis für den Grundversorgungstarif erhöht sich um 0,24 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Durchschnittsverbrauch mit 18.000 Kilowattstunden macht das etwa 43 Euro im Jahr mehr aus. Vor drei Jahren noch hatte die EVS ihre Gaspreise sogar um 3 Prozent gesenkt.

53 Prozent kassiert der Staat

Nach Jahren ohne Erhöhungen hatte die EVS Ende vergangenen Jahres erstmals wieder ihre Strompreise angehoben, dieser lag mit 25 Euro brutto für einen Durchschnittshaushalt allerdings deutlich niedriger als jetzt. Für die erneute Steigerung bei der zu 70 Prozent städtischen Gesellschaft (30 Prozent gehören dem Versorger Avacon) führt Jankowski-Zumbrink verschiedene Faktoren ins Feld – vor allem staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen, die etwa 53 Prozent des Strompreises ausmachten. „Von 100 Euro der Stromrechnung sind derzeit 53 Euro staatlich verursacht, die Energiebranche fordert deshalb seit Langem, diesen Anteil endlich zu senken.“ So könnte auch die Stromsteuer „massiv“ gesenkt werden, meint Jankowski-Zumbrink.

Doch es kommen noch weitere Faktoren oben drauf. So sei etwa der Einkauf von Strom an den Energiebörsen erneut teurer geworden. Bislang lägen die für den Vertrieb an Haushaltskunden maßgeblichen Börsenstrompreise in diesem Jahr über dem bereits hohen Preisniveau des vergangenen Jahres. Hinzu komme, dass auch einige Abgaben und Umlagen auf den Strompreis stiegen: So erhöhe sich die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) im nächsten Jahr um rund 5,5 Prozent.

Entgelte für Stromnetze steigen

Auch die über eine Umlage auf den Strompreis finanzierte, teilweise Befreiung großer industrieller Unternehmen von den Netzentgelten steige um 17,4 Prozent. Würden die staatlichen Abgaben gesenkt und die EEG-Umlage aus Steuern finanziert, könnte der Strompreis nach Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft um 4,4 Cent pro Kilowattstunde gesenkt werden, sagt Jankowski-Zumbrink.

Darüber hinaus seien auch die Preise für die Inanspruchnahme der Stromnetze gestiegen. „Wir werden im kommenden Jahr mehr für die Nutzung der Stromleitungen bezahlen müssen“, sagt Jankowski-Zumbrink. Eine wesentliche Ursache dafür sei der für die Energiewende erforderliche Aus- und Umbau der Verteilernetze. Auch das Übertragungsnetz müsse ausgebaut werden, um den Strom zu den Verbrauchszentren transportieren zu können. Diese sogenannten Netzentgelte machten im Bundesdurchschnitt etwa 24 Prozent am Strompreis aus.

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