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Sehnde Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf der B 65
Umland Sehnde Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf der B 65
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00:18 29.10.2018
Der Hyundai-Fahrer ist nach links von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Quelle: Stadtfeuerwehr Sehnde
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Sehnde/Rethmar

 Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 65 zwischen dem Kreisel an der Kommunalen Entlastungsstraße und Rethmar sind am Freitagnachmittag zwei Menschen schwer verletzt worden. Gegen 15 Uhr war der 63-jährige Fahrer eines schwarzen Hyundai nach Angaben der Polizeidirektion Hannover offenbar krankheitsbedingt nach links von der Fahrbahn abgekommen und an dem kleinen Waldstück frontal gegen einen Baum geprallt. Der Mann wurde durch den Aufprall im Fahrzeug eingeschlossen, seine 51-jährige Ehefrau dagegen herausgeschleudert. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 4 war im Einsatz, weshalb die Bundesstraße zwischen dem Kreisel und dem Ortseingang Rethmar voll gesperrt werden musste. Die Sehnder Feuerwehr sicherte den Großeinsatz. Dadurch kam es nach Angaben der Stadtfeuerwehr Sehnde zu erheblichen Behinderungen, auch die Buslinie 370 konnte ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen.

Rund 300 Meter vor der Ortseinfahrt Rethmar habe der 63-Jährige durch einen Krankheitsfall die Kontrolle über seinen Wagen verloren und sei zunächst nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Nachdem er dort eine Seitenschutzplanke touchiert hatte, schleuderte der Wagen nach links über die Straße und prallte frontal gegen den Straßenbaum. Während die Beifahrerin vor dem Eintreffen der Rettungskräfte aus dem Auto steigen konnte und bereits von anderen Autofahrern versorgt wurde, gestaltete sich die Hilfe für den Fahrer schwieriger.

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Nach der medizinischen Erstversorgung durch einen Notarzt und Notfallsanitäter, an der auch die Besatzung des Rettungshubschraubers beteiligt war, konnte ihn die Feuerwehr aus dem Unfallwagen befreien. Hydraulisches Rettungsgerät sei dafür aber nicht nötig gewesen, sagt Feuerwehrsprecher Tim Herrmann. Offenbar war nur die Tür verklemmt. Danach wurden die beiden Schwerverletzten mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Fahrgäste der Buslinie 370 mussten am Kreisel aussteigen und zu Fuß in Richtung Rethmar weitergehen. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen

Der Unfall auf der belebten Bundesstraße, der zentralen Verbindung Richtung Osten in den Landkreis Peine, hatte nicht nur wegen des Rettungshubschraubers für Aufsehen gesorgt. Denn insgesamt waren 52 Einsatzkräfte an der Aktion beteiligt, außer dem Rettungsdienst und der Besatzung von Christoph 4 auch Mitglieder der Ortsfeuerwehren Rethmar, Sehnde, Evern und Haimar mit insgesamt elf Fahrzeugen. Den Schaden an dem Unfallfahrzeug schätzt die Polizei auf rund 9000 Euro.

Von Oliver Kühn