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Sehnde Kirche will Zeichen setzen: Solarzellen kommen auf das Dach des Gemeindezentrums
Umland Sehnde

SolSoSehnde: Solarzellen sollen auf das Dach des Gemeindezentrums 

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18:42 31.01.2020
Pastorin Ricarda Schnelle und Pastor Uwe Büttner freuen sich: Das Dach des Gemeindehauses soll noch in diesem Jahr eine Fotovoltaikanlage bekommen. Quelle: Katja Eggers
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Sehnde

Die Kirchengemeinde Sehnde will ein Zeichen setzen für die Bewahrung der Schöpfung und künftig den Strom in ihrem Gemeindehaus aus regenerativer Energie generieren. Dazu soll möglichst noch in diesem Jahr auf dem Dach des Gemeindehauses eine Fotovoltaikanlage installiert werden und ein zusätzlicher Energiespeicher im nächsten Jahr hinzukommen. Finanzieren will die Gemeinde das Projekt aus freiwilligem Kirchgeld ihrer Mitglieder.

„Der Vorschlag kam aus dem Kirchenvorstand“, sagt Pastor Uwe Büttner. Für Christen sei es ein Auftrag, die Erde auch für zukünftige Generationen zu bewahren und sie lebenswert zu erhalten. Ein Schritt in diese Richtung sei es, statt fossiler Energien wie Kohle, Gas und Erdöl regenerative Energien zu nutzen – und zwar gerade in Kirchen, Pfarr- und Gemeindehäusern. Für das Gebäude an der Mittelstraße in Sehnde biete sich Solarenergie an, weil die Dachfläche des mittleren Gebäudeteils nach Südosten ausgerichtet sei. Dort sollen auch die Sonnenkollektoren installiert werden: zwischen Schornstein und dem Anschluss an den Gebäudeteil, in dem sich der Gemeinderaum befindet.

Solaranlage soll Verbrauch der Gemeinde decken

Wie viele Quadratmeter Solarzellen letztlich auf dem Dach landen, ist noch nicht klar. „Das hängt auch davon ab, wie viel Geld wir dafür zusammenbekommen“, sagt Büttner. Denn diese Investition soll aus einem freiwilligen Kirchgeld der Gemeindemitglieder gestemmt werden. „9000 Euro haben wir aktuell, aber vielleicht kommt ja noch etwas mehr zusammen“, sagt der Pastor hoffnungsvoll. Jedenfalls reiche die Summe schon aus, um eine funktionelle Anlage anzuschaffen. „Ich gehe davon aus, dass wir mit der Solaranlage unseren Strombedarf zu 100 Prozent decken können“, sagt der Pastor optimistisch.

Dazu soll auch der Energiespeicher beitragen, den die Gemeinde in einem zweiten Schritt anschaffen will. „Den kann man sich vorstellen wie eine Batterie“, sagt Büttner. Die am Tage erzeugte Energie könne darin gespeichert und dann genutzt werden, wenn sie gebracht werde – also etwa bei abendlichen Veranstaltungen. Genaue Zahlen über den aktuellen Verbrauch hat er nicht. „Aber das, wofür der meiste Strom benötigt wird, ist Licht.“ Hinzu käme ab und zu Energie für die Nutzung von Herden. Wie viel Strom die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeindezentrums erwirtschaftet, das wird Büttner zufolge auf einer Anzeigetafel abzulesen sein.

Gemeinde wartet noch auf Angebot

Wann genau die Solarzellen installiert werden, vermag der Pastor noch nicht mit Bestimmtheit zu sagen. „Ich gehe davon aus, dass das noch in diesem Jahr geschieht“, sagt er. Ein Angebot liege der Gemeinde bereits vor, auf ein zweites warte sie noch. „Und die Firmen, die solche Anlagen installieren, sind momentan auch gut nachgefragt“, sagt Büttner.

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Von Sandra Köhler

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