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Sehnde Stadt plant einheitliche Behördennummer
Umland Sehnde Stadt plant einheitliche Behördennummer
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12:29 06.01.2019
Die Stadt Sehnde will an dem sogenannten 115-Verbund mit einer einheitlichen Behördenrufnummer für das Rathaus teilnehmen. Quelle: Reiner Luck
Sehnde

Die Gemeinde Uetze nimmt schon seit vier Jahren teil, der Rat in Laatzen hat den Beitritt gerade beschlossen, und nun interessiert sich auch die Stadt Sehnde für den sogenannten 115-Verbund: Dahinter steht eine bundesweit einheitliche Behördenrufnummer. Nach Angaben der Ersten Stadträtin Bettina Conrady habe die Verwaltung ein „grundsätzliches Interesse“. Die Machbarkeit, wie man die Nummer 115 etablieren könnte, werde gerade geprüft. Man verspreche sich davon einen besseren Bürgerservice mit einer erweiterten telefonischen Erreichbarkeit über die Öffnungszeiten hinaus. Auf der anderen Seite würden Rathausmitarbeiter vom Telefonservice entlastet. Denn wenn sie in einem Kundengespräch seien, könnten sie nicht ans Telefon gehen. „Das wäre für beide Seiten eine gewinnbringende Situation“, resümiert Conrady.

Denkbar wäre ein Beitritt zum 1. Januar 2020. Der große Vorteil für Bürger sei, dass sie sich keine Durchwahlnummern mehr notieren oder heraussuchen müssten, verdeutlicht Conrady. Sie müssten sich nur noch die Rufnummer (0 51 38) 115 merken. Alle Anrufe liefen dann in einem Servicecenter auf, in denen mehr Mitarbeiter verfügbar seien, und würden von dort an die entsprechenden Amtsstuben im Rathaus weitergeleitet.

Wenn Kunden im Rathaus nicht sofort eine Auskunft bekämen, würden sie etwa innerhalb von zwei Tagen einen Rückruf oder eine E-Mail erhalten. Auf welchen Zeitraum diese Rückruffrist später genau festgelegt werde, müsse aber noch geprüft werden. Die Gemeinde Uetze, die an das Servicecenter Wolfsburg angedockt sei, habe damit gute Erfahrungen gemacht, sagt Conrady. Uetze ist derzeit die einzige Regionskommune, die bereits mit der 115-Behördennummer arbeitet. Nach ihren Angaben konnten die Mitarbeiter des Servicecenters in 91 Prozent aller Fälle den Anrufern weiterhelfen: bei 61 Prozent sofort, bei 22 Prozent durch die Weiterleitung an einen Sachbearbeiter. Bei den übrigen 8 Prozent sei ein Rückruf des Sachbearbeiters binnen 24 Stunden erfolgt, nur bei 9 Prozent blieben Anrufe in diesem Zeitraum unbeantwortet.

Standard ist eine Erreichbarkeit montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. So könnten Bürger etwa auch noch am Freitagnachmittag eine Frage absetzen und womöglich auch gleich eine Antwort bekommen – etwa um einen Ausweis zu verlängern oder ein Auto umzumelden. Davon erhoffe sich die Stadt eine deutliche Verbesserung ihres Kundenservice. Denn es gebe durchaus Rückmeldungen von Sehndern, die beklagten, dass die Verwaltung außerhalb der Öffnungszeiten nicht erreichbar sei, räumt Conrady ein.

Um diese Leistung etwa über eine einheitliche Behördenrufnummer wie der 115 erbringen zu können, sei aber noch viel Vorarbeit nötig, die rund ein Jahr in Anspruch nehme, meint Conrady. So müssen etwa Daten für eine Wissensdatenbank entsprechend aufbereitet werden, damit die Mitarbeiter im Servicecenter zur Beantwortung allgemeiner Auskünfte darauf zugreifen können. Andere Mitteilungen, Hinweise und Anregungen könnten dann entgegengenommen und an die entsprechenden Fachbereiche der Stadt weitergeleitet werden.

Das Projekt mit der einheitlichen Behördennummer ist eine Initiative des Bundesinnenministeriums und wird hier von der Region Hannover und ihren Kommunen vorangetrieben. Darauf hatten sich die Bürgermeister im August bei einer Klausurtagung verständigt.

Von Oliver Kühn

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