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Springe Auch Springe gibt es jetzt als Laser-Scan im 3-D-Format
Umland Springe Auch Springe gibt es jetzt als Laser-Scan im 3-D-Format
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19:03 12.04.2019
Von der St.-Alexandri-Kirche gibt es auch eine Seitenansicht im 3-D-Format. Quelle: Grafiken: LGLN
Bennigsen

Jahrelange Vorbereitung und 3 Millionen Euro Landesförderung: Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung (LGLN) hat 3-D-Scans für ganz Niedersachsen erstellt. Mithilfe der Karten soll unter anderem die Ausbreitung von Hochwasser simuliert werden. „Als Einstieg ist das gut, aber die Karten müssen noch verfeinert werden“, sagt Dieter Erdmann, Leiter der Stadtentwässerung.

Daten werden für Hochwasserkonzept für Bennigsen benötigt

Wie berichtet, hat die Stadt ein Ingenieurbüro beauftragt, ein Hochwasserkonzept für Bennigsen zu erstellen. Die Experten haben sich laut Erdmann die Daten des LGLN besorgt. „Jetzt muss aber noch nachgemessen werden.“ Auf den Karten sei zum Beispiel nicht abzulesen, wie das Wasser in den Orten wegfließt. So müsse etwa berücksichtigt werden, wie Regen im Wald oder in einem dicht bebauten Wohngebiet fällt.

3-D-Modelle dienen als Grobraster

„Außerdem verlaufen die Kanäle manchmal anders als erwartet“, weiß Erdmann. Und genau das könne gar nicht erfasst und in einem 3-D-Modell abgebildet werden. „Da muss erst unsere eigene Berechnung drüber.“ Demnach müssten auch Durchlässe, Brücken und mehr vermessen werden. „Gerade an kritischen Stellen müssen wir da schon genauer sein. Als Einstieg und Grobraster sind die Daten aber durchaus gut.“

Karten müssen verfeinert und neu berechnet werden

Erdmann stellt gleichzeitig klar: Das Verfeinern der Karten sei nicht von heute auf morgen erledigt. „Da steckt ein Haufen Arbeit dahinter und zahlreiche Berechnungen.“ Bis ein Ergebnis vorliegt, wird es noch dauern.

Der Auftrag für das Hochwasserkonzept wurde im vergangenen Jahr erteilt. „Ich rechne damit, in etwa einem Jahr einen ersten Entwurf des Konzeptes in den Händen halten zu können. Wenn es schneller geht, wäre ich natürlich froh“, sagt Erdmann.

Laserimpulse werden verarbeitet

Allerdings mache sich der Fachkräftemangel auch bei den Ingenieurbüros bemerkbar, sagt Erdmann, der sich bereits lange und intensiv mit Fließgewässermodellen beschäftigt hat. „Fertig sind wir trotz der Daten also noch lange nicht.“ 65 000 Euro sind für das Konzept im Haushalt des Eigenbetriebs eingeplant. Weitere 65 000 Euro sollen von der Stadt kommen.

Erhoben werden die Daten per Laserscanner aus Spezialflugzeugen

Die Daten für das Projekt wurden über Laserscanner aus Spezialflugzeugen erhoben. Die Maschinen senden in einer Höhe von etwa 600 Metern Laserimpulse, die von der Erdoberfläche reflektiert werden. Anhand der Zeit, die ein Impuls vom Scanner zum Boden und zurück benötigt, lässt sich die Höhe des Geländes am Reflexionspunkt berechnen. Die Daten sind gegen Bezahlung für alle abrufbar. Eingesetzt werden können die Infos auch beim Thema Netzausbau, Lärmausbreitung oder auch für die Archäologie und Stadt- und Raumplanung der Kommunen. Insgesamt wurden über 600 Milliarden Höhenpunkte für die knapp 48 000 Quadratkilometer große Fläche Niedersachsens erfasst. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.lgln.niedersachen.de.

Von Saskia Helmbrecht

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