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Springe Bahn will Lärmschutzwände bauen
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Bahn will Lärmschutzwände in Springe bauen

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16:35 04.10.2019
Viel Gesprächsbedarf nach der Veranstaltung: Anwohner versuchen, die Unterlagen einzusehen. Quelle: Foto
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Springe

Die Information der Deutschen Bahn über ihre Lärmsanierung an Schienenwegen im Bereich Lüdersen, Bennigsen und Völksen scheinen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben: Mehrere Interessierte kamen zu der Veranstaltung. Den Baustart dieser Lärmschutzmaßnahme haben die Verantwortlichen für den Sommer 2021 fixiert – vorausgesetzt, die politischen Gremien in Stadt- und Ortsräten stimmen zu.

Zwar wird es immer Hauseigentümer in den betroffenen Springer Stadtteilen geben, die sich nicht damit abfinden wollen, dass zwischen ihrem Grundstück und der Bahntrasse eine drei Meter hohe Lärmschutzwand gebaut wird. Aber hier hat der seit 1998 gesetzlich vorgeschriebene Lärm- und Gesundheitsschutz Vorrang. Das machten Freya Sieger, Projektingenieurin für Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes, sowie Projektleiter Gerhard Warnke deutlich.

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Drei-Phasen-Maßnahme

Etwa 80 interessierte Zuhörer aus den betroffenen Ortsteilen sowie der Kernstadt folgten den Ausführungen der Projektingenieurin, die die drei Phasen der Maßnahme vorstellte. In dem schalltechnischen Gutachten sind Immissionsgrenzwerte vermerkt, es wird zwischen Krankenhaus, Schulen, Wohngebieten bis hin zu Kern-, Misch- und Gewerbegebieten unterschieden. In der zweiten Phase geht es um den aktiven Schallschutz.

Dabei werden unter anderem topografische Verhältnisse sowie städtebauliche Gegebenheiten, Denkmalschutz und technische Machbarkeit und deren Wirtschaftlichkeit überprüft. Danach beginnen die eigentlichen Sanierungsarbeiten mit den Fundamentbohrungen bis hin zur Montage der Wände. Mit 150 Millionen Euro jährlich finanziert der Bund seit 2016 das Gesamtkonzept, eine freiwillige Maßnahme. Insgesamt geht es um 33 500 betroffene Bahnkilometer. In Springe sind es 3640 Meter. Allein für das Aufstellen der drei Meter hohen Wände werden inklusive aller Vor- und Nebenarbeiten 7,8 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen noch 100 000 Euro für die Nachrüstung mit passiven Schallschutz, zum Beispiel Schallschutzfenster an Gebäuden dicht an der Bahnlinie.

Die Frage aus dem Publikum, weshalb man nicht den natürlichen Lärmschutz, Büsche und Sträucher habe stehen lassen können, beantwortete Sieger mit dem Hinweis, dass sie eine Rückschneidepflicht bis auf sechs Meter zum Gleiskörper haben. Auch die Frage nach niedrigeren Lärmschutzwänden wies sie mit deren Wirkungslosigkeit zurück.

Bis auf wenige Ausnahmen reagierten die Anwesenden positiv auf die Entscheidung der Bahn. Bauchef Klostermann bat um Unterstützung, da es sich um eine freiwillige Maßnahme handele. Sieger wird auf Wunsch der Teilnehmer die gezeigten Dateien an die Stadt weiterleiten, damit Interessierte sich im Detail informieren können.

Von Reinhold Krause

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