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Springe Mini-Kreisel soll erst im Sommer umgebaut werden
Umland Springe Mini-Kreisel soll erst im Sommer umgebaut werden
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18:53 10.04.2019
Der Minikreisel soll ich den Ferien umgebaut werden – dann wird die Kreuzung für einige Zeit gesperrt. Quelle: Foto: Ralf T. Mischer
Völksen

Mit dem Minikreisel in Völksen läuft es überhaupt nicht rund: Der für die Osterferien anvisierte Umbau ist bis mindestens zu den Sommerferien verschoben. Die drei Behörden, die sich die Projektkosten teilen müssen, konnten sich bisher nicht auf wichtige Details einigen. Die Arbeiten hängen in der Warteschleife.

Ortsbürgermeister Andreas Wietstock hatte bis vor wenigen Tagen gehofft, der Gefahrenpunkt am Ortseingang werde endlich entschärft. „Es liegt nicht an der Stadt, und es liegt auch nicht an der Region“, gibt er seine Einschätzung aus den Gesprächen wieder: „Die wollen beide so schnell wie möglich aktiv werden.“ Beim dritten Beteiligten, dem Land, fehle ihm aber leider ein Ansprechpartner, bei dem er nachhaken könne, woran es liegt.

„Die Aktzeptanz für den Kreisel sinkt“

Dabei werde die Situation an der Kreuzung der Steinhauer- und Steinkrüger Straße sowie Nach den Dellen mit jedem Monat brenzliger: „Die Akzeptanz für den Kreisel sinkt.“ Das Rondell existiert nur optisch: Es wurde auf den Asphalt gezeichnet, allerdings fehlt die hochgesetzte Insel im Zentrum.

Wer es mit den Verkehrsregeln nicht so ernst nimmt, kann sich also den Bogen sparen und den Weg gerade durch die Mitte wählen. Vor allem im Berufsverkehr morgens und nachmittags würden das leider viele Autofahrer machen, ärgert sich Wietstock. „Und glauben Sie nicht, dass die hier nur 50 Stundenkilometer fahren“, sagt er. Während der Bauarbeiten auf der B 3 sei Völksen eine beliebte Abkürzung für Autofahrer – besonders für Pendler aus dem Raum Hildesheim.

Der Umbau des Minikreisels soll 80 000 Euro kosten. Eine Mittelinsel und Zebrastreifen müssen entstehen, auch Änderungen an den Straßenlaternen und den Gehwegen soll es geben. Koordiniert werden die Arbeiten von der Region. Deren Sprecher Klaus Abelmann bedauert: „Noch immer fehlt der Abschluss einer Vereinbarung mit dem Land, in der geklärt wird, wer welchen Kostenanteil trägt.“ Erst wenn diese Einigung vorliege, könne ausgeschrieben und später mit dem Bau begonnen werden. 

 

Von Marita Scheffler