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Springe Lehrschwimmbecken: Kosten explodieren
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Bennigsen: Kosten für Lehrschwimmbecken explodieren

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18:56 12.05.2019
Das Lehrschwimmbecken muss umfassend saniert werden. Quelle: Annegret Brinkmann-Thies
Bennigsen

Die Sanierung des Lehrschwimmbeckens Bennigsen wird deutlich teurer als gedacht: Die Kosten werden sich gegenüber der ersten Schätzung vor zwei Jahren verdoppeln bis verdreifachen – mindestens. Das Hochbauamt der Stadt möchte jetzt einen externen Planer einschalten, der das Objekt genau unter die Lupe nimmt und ermittelt, wie viel investiert werden muss, damit die Einrichtung zukunftsfähig wird.

120.000 Euro sollte die Sanierung des kleinen Hallenbades an der Grundschule ursprünglich kosten. An den Arbeiten wollte sich auch der Wassersportverein (WSV) Bennigsen beteiligen. Die Sportler hatten zunächst gehofft, sie könnten die technischen Anlagen instandsetzen. Mittlerweile hatten sich aber deutlich mehr Probleme aufgetan, als erwartet worden waren.

Beton weist schlechte Güteklasse auf

Das gilt auch für die Bauarbeiten, um die sich die Stadt kümmert. Der vor Jahrzehnten verwendete Beton weise nicht die erwartete Güteklasse auf, sagt der städtische Bauchef Jörg Klostermann. Die Abbrucharbeiten mussten gestoppt werden. Klostermanns Mitarbeiter rechnen mittlerweile mit Kosten zwischen rund 250.000 und 340.000 Euro. Wenn sich weitere Überraschungen ergeben, könnte die erforderliche Investitionssumme auch noch deutlich darüber liegen.

„Bei den Baumaßnahmen handelt es sich nur um eine Instandsetzung der Beckenanlage inklusive Technik. Der Umgang um das Becken sowie der gesamte Raum und die Gebäudehülle sind nicht Bestandteil“, erläutert Klostermann. Obwohl er einräumt: „Auch dieser Bereich entspricht technisch und energetisch nicht mehr dem Stand.“ Klarheit könne ein Experte bringen, der das gesamte Gebäude durchleuchtet. Dazu rät die Stadtverwaltung dringend. Diskutieren muss darüber der Bauausschuss, der am Dienstag, 14. Mai, zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt.

Von Marita Scheffler