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Springe Defekte Trafostation sorgt für Ärger
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Defekte Trafostation sorgt für Ärger in Springe

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16:45 26.12.2019
Der Stein des Anstoßes: Die Firma Majorel wird mithilfe eines – recht lauten – Notstromaggregats mit Elektrizität versorgt. Quelle: Foto
Springe

Klaus Petersen ist einer von insgesamt zwölf Anwohnern der Friedrichstraße, der sich über den Lärm beschwert. Das Aggregat läuft seit Anfang Oktober 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. „Wir leiden hier an Schlaflosigkeit, und das führt bereits zu gesundheitlichen Problemen“, ärgert sich Petersen. Ende November hatten die Anwohner bei den Stadtwerken angerufen; zu diesem Zeitpunkt hätte das Unternehmen noch gar keinen Auftrag gehabt, einen neuen Trafo zu bestellen. Daraufhin schalteten die Springer die Grundstücksgesellschaft HRG aus Hannover ein, die für die Immobilie zuständig ist.

Die Mitarbeiter dort seien sehr nett gewesen und hätten sich sofort um das Problem gekümmert, berichtet Petersen. Zwei Tage später habe es ein Treffen mit den Anwohnern, Majorel, der HRG und den Stadtwerken gegeben – dort habe man sich auf eine schnelle Lösung einigen können. Das Ergebnis: Am Montag, 16. Dezember, sollte die Trafostation erneuert werden. Doch daraus wurde nichts – obwohl die neue Technik seit Anfang des Monats verfügbar sei, habe man den Anwohnern zugesichert.

Am Donnerstag vergangener Woche setzten sich die Beteiligten erneut an einen Tisch. „Es hieß, dass vor dem 6. Januar nichts mehr geht.“ Frühestens in der zweiten oder dritten Kalenderwoche könnten die Arbeiten beginnen. Stattdessen hätten die Stadtwerke ein kleineres Aggregat weiter entfernt aufgestellt. „Und das ist noch lauter als das alte“, sagt Petersen. Er hat sich ein Lärmmessgerät gekauft, um deutlich zu machen, wie hoch die Belastung tatsächlich ist. Bei dem neuen Gerät habe er zwischen 78 und 80 Dezibel gemessen – etwa so laut wie ein Streitgespräch oder ein Klavierspiel. „Es ist ein permanent wummerndes Brummen.“ Die Anwohner stellen klar: Sie wollen keinen Ärger. „Wir leben hier nicht in Feindschaft, sondern haben eine richtig gute Nachbarschaft und das soll auch so bleiben – es haben sich immer alle um Lösungen bemüht.“ Dennoch ärgert Petersen sich, dass die zugesicherten Termine nicht eingehalten würden.

Auf Anfrage räumt Majorel die zeitliche Verzögerung ein. Zunächst habe das Unternehmen klären müssen, wer für die Wartung des Gerätes zuständig war, teilt eine Sprecherin mit. Nachdem feststand, dass das die Stadtwerke waren, sei ein neuer Generator „umgehend“ beantragt worden. „Da es sich hierbei allerdings um eine Einzelanfertigung handelt, für die außerdem Spezialteile verschiedener Zulieferer benötigt werden, dauert die Produktion länger als üblich.“

Die Installation des neuen Geräts sei nun für Mitte Januar geplant. Der kleinere Generator, der als Übergangslösung seit Freitag in Betrieb ist, liege unter der zulässigen Dezibelgrenze. „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten in Zusammenhang mit dem Notstromaggregat auf unserem Unternehmensgelände und hoffen, dass die neue Übergangslösung bereits eine Besserung für die Anwohner bedeutet.“ Zumindest laut Petersen ist das leider nicht der Fall.

Von Saskia Helmbrecht

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