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Springe Zukunftsvisionen für den Jugend- und Kulturpark
Umland Springe

Endboss stellt Zukunftsvision für Jugendpark vor

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11:34 08.08.2019
Sarah Nicola und Benjamin Grudzinski (l.) nehmen die Teilnehmer auf einen Rundgang mit. Anschließend sammelt Leif Troschke (r.) Ideen.     Quelle: fotos: SaskiaHelmbrecht
Springe

Ein großer Kletterturm? Eine Bar? Oder doch lieber ein Skatepark mit Beachsoccer? Den Ideen für den Jugend- und Kulturpark in Springe sind keine Grenzen gesetzt. Jetzt hat die Firma Endboss, die das Konzept für den Jugendtrail erstellt, mit der Jugendpflege zu einem Workshop eingeladen. Ziel war es herauszufinden, was sich die jungen Menschen für ihren Ort wünschen.

Per Live-Audio-Walk über das Gelände des Schulzentrums Süd

Bei einem Live-Audio-Walk über das gesamte Gelände rund um das Schulzentrum Süd haben Sarah Nicola und Benjamin Grudzinski die Teilnehmer an ihren Zukunftsvisionen teilhaben lassen. Bei dem Rundgang haben sie den Jugendlichen erzählt, wie das Gelände in zehn Jahren aussehen könnte, angefangen mit einem Skate- und Bikepark, vorbei an einer Bar inmitten eines Open-Air-Festivals mit Besuchern aus der gesamten Region, hin zu der Großkita an der Harmsmühlenstraße und der BMX-Strecke. Ein Trail, also ein Rundweg, sollen die vielen Einrichtungen und Anlagen miteinander verbinden, also etwa das OHG, das Jugendzentrum, das Hallenbad, die Sporthallen und Sportplätze. Warum das Projekt in zehn Jahren so erfolgreich sein könnte? „Weil die Leute verstanden haben, dass sie mitmachen konnten“, sagt Grudzinski während der Tour.

Beispiel ist das PLATZprojekt in Hannover-Linden

Ziel sei es nicht gewesen, konkrete Baumaßnahmen vorzuschlagen, sondern Raum für eigene Vorstellungen zu schaffen. Statt maroder Straßen sollten sich die Teilnehmer vorstellen, auf einem riesigen, barrierefreien Spielplatz zu laufen, der von Schülern des OHG, der JKS und Bewohnern der Lebenshilfe genutzt werden könnte. Während auf dem Feld neben dem Beachvolleyballfeld Springer Boule spielen, würden andere in der Nähe des Hallenbades das Wetter an einem Schwimmteich auf einer Liegewiese genießen.

„Langfristig braucht jede Kommune einen Ort, wo sie selbst definieren kann, was dort passiert und dies auch recht schnell umsetzen könne“, ist Grudzinski überzeugt. Die Firma Endboss hat bereits das PLATZprojekt in Hannover initiiert, eine Art Containerdorf in Linden, wo Kultur- und Freizeitaktivitäten angeboten werden.

Grundlagen für Jugend- und Kulturpark bereits geschaffen

In Springe laufen die Planungen für den Trail auf Hochtouren. „Die Analyse ist fertig, wir haben unsere Grundlagen.“ In den kommenden drei Monaten soll nun ein Strategiekonzept erstellt werden. „Wir kennen uns hier mittlerweile gut aus. Und die Beteiligung, auch von den Vereinen, ist toll, das ist nicht überall so.“ Noch vor den Ferien hatte es einen Workshop mit der Stadt und den Vereinen gegeben. Bei dem Workshop allerdings war mit etwa fünf Jugendlichen die Beteiligung dieses Mal eher gering.

Von Saskia Helmbrecht