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Springe 11.400 Gäste amüsieren sich beim Hubertusfest
Umland Springe

Mehr als 11.000 Besucher bei Hubertusfest

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17:07 08.11.2019
Schöne Untermalung: Die Calenberger Jagdhornbläser umrahmen die Wildbretverlosung musikalisch. Quelle: Fotos
Springe

Früher, da kamen die Besucher des Hubertusfestes aus dem direkten Umfeld. Hannover, Hildesheim, Hameln waren vor zehn Jahren schon beinahe weit weg. Und jetzt? „Die Leute reisen aus Minden, dem Harz und sogar dem Ruhrgebiet an“, konnte Hennig kaum glauben, als er die Wohnorte der Gewinner der Wildbretverlosung hörte. „Das geht richtig, richtig aus der Region Hannover heraus.“ Die gute Werbung und die Mundpropaganda scheinen zu funktionieren: „Es ist offensichtlich hip geworden, hierher zu kommen.“

Mit 11 400 Besuchern an zwei Tagen hat das Wisentgehege an seinem stärksten Veranstaltungswochenende im Jahr („Das ist unser 13. Monat“) die wichtige Marke von 10 000 Besuchern deutlich geknackt. Was für Hennig aber ebenso zählt: „Alles verlief sehr harmonisch und entspannt. Wir hatten lauter zufriedenes Volk“, erklärte er kurz nach Kassenschluss.

THW und Regiobus nicht dabei

Im Vorfeld bereitete den Ausrichtern Bauchschmerzen, dass das THW Springe nicht für den Parkplatzdienst zur Verfügung stand. Das Wisentgehege heuerte eine Sicherheitsfirma an. „Gut gemacht! Es gab quasi keine Schlangen an den Kassen und keinen Anreise-Stress“, so Hennig. Die Regiobus übernahm erstmals nicht den Pendelverkehr, stattdessen ging der Auftrag an ein privates Busunternehmen. Auch dieser Wechsel klappte.

Die wahren Helden des Hubertusfestes sind und bleiben aber Springer: Zahlreiche Vereine aus der Deisterstadt gestalteten das Programm mit. 80 Aussteller aus der Umgebung luden zu Informationen und kreativen Angeboten ein. Alle wollten ein Ziel erreichen: „Die Besucher sollen schlauer gehen, als sie gekommen sind“, erklärte Hennig.

Ein Höhepunkt der Großveranstaltung war wieder die Wildbretverlosung für alle, die am Quiz teilnehmen: Die Namen zog Melina Hennig souverän, Forstamtsleiter Christian Boele-Keimer kommentierte launig, die perfekte musikalische Untermalung gab es von den Calenberger Jagdhornbläsern.

Der ökumenisch gefeierte Gottesdienst am Sonntag auf dem Duellplatz gehörte für viele Besucher untrennbar zum zweiten Veranstaltungstag. Das Parforcehorncorps Fermate gestaltete die Andacht mit. Der Klang der Hörner schallte weit durch das Gehege – und vermischte sich eindrucksvoll mit dem fernen Heulen der Wölfe.

Zu den Ausflüglern mit weiter Anreise gehörte Familie Buschmann aus Helmstedt. „Es gibt hier immer wieder etwas Neues zu entdecken, die Stimmung ist einfach toll“, sagte die Mutter. Der nächste Ausflug nach Springe, er folgt bestimmt.

Brendel verpasst kein Hubertusfest

36 Jahre gibt es das Hubertusfest –und bei keinem fehlte der Springer Imker Joachim Brendel (Foto). „Wir sind hier inzwischen mit drei Generationen“, berichtete der Bienenfreund. Schon sein Vater Ernst präsentiere die süßen Produkte, jetzt wurde Joachim Brendel von seinen Töchtern Imke Brendel und Katrin Hampel unterstützt. Ebenfalls kein einziges Hubertusfest ausgelassen haben der Nabu Springe, die Jägerschaft Springe, der Partyservice Herfort und die Fleischerei Hüper.

Von Marita Scheffler und Anne Brinkmann-Thies