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Springe Verwaltungsmitarbeiter bedroht
Umland Springe

Mitarbeiter der Verwaltung bedroht

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18:47 24.05.2019
Die Fachdienste sind an der Zur Salzhaube 9 zu finden. Quelle: Ralf T.Mischer
Springe

Christian Springfeld fehlten erst einmal die Worte. Nachdem der erste Schock überwunden war, fand er dann eine deutliche Sprache: Zwei städtische Mitarbeiterinnen seien im Rathaus beschimpft, beleidigt, angefasst und bedroht worden. Ein Mann habe in den Büroräumen randaliert, habe den Frauen Gewalt angedroht und konnte nur von mehreren Männern aus der Verwaltung zur Räson gebracht werden. „Ich habe wirklich überlegt, jetzt eine Security einzustellen. Der Gedanke ist gruselig, dass das hier notwendig wäre.“ Die Frauen seien angegangen worden, als sie Bürger über die wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge berieten. Springfeld spricht von „verbalen und tätlichen Übergriffen“ in drei Fällen. Mehrfach seien die Mitarbeiter in den vergangenen Tagen angeschrien worden. „Das ist unterirdisch, damit hätte ich nie gerechnet, dass da so ein Aggressionspotenzial dahintersteckt. Ein paar Idioten wissen nicht, wie man sich benimmt, und darunter müssen jetzt andere leiden.“

Als erste Konsequenz werden persönliche Beratungstermine nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung angeboten. So soll auch verhindert werden, dass ein Mitarbeiter allein im Büro sitzt. Außerdem könnten so die Termine besser gesteuert werden. Zudem sollten sich die Springer ohnehin lieber telefonisch oder schriftlich an die Mitarbeiter wenden. Wie lange diese Regelung gilt, will Springfeld offenlassen. Die Mitarbeiter sind unter Telefon (0 50 41) 7 31 23 montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr persönlich erreichbar.

„Es ist gruselig, was uns da an Hass gerade entgegenschlägt, sodass ich meine Mitarbeiter jetzt beschützen muss, immerhin habe ich ihnen gegenüber auch eine Verantwortung.“ Zu dem jüngsten „verbalen und tätlichen Übergriff“ sei es erst am Dienstag gekommen. Springfeld kündigt an, auch das Gespräch mit der Polizei zu suchen. „Verbale oder gar physische Gewalt ist nicht angebracht und worden von mir in keinster Weise toleriert“, schrieb Springfeld in einer Mitteilung. „Die Mitarbeiter machen nur ihre Arbeit und können nichts dafür.“ Hintergrund für die Vorfälle waren Schreiben, mit denen die Grundstückseigentümer über das neue System der wiederkehrenden Beiträge informiert wurden. Insgesamt sollen etwa 16 000 Briefe verschickt worden sein. Trotz der Informationen in dem Brief und im Internet sei der persönliche Beratungsbedarf derzeit enorm.

Von Saskia Helmbrecht

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