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Nachrichten Brandermittler rätseln weiter über Unglück in Mehrfamilienhaus
Umland Springe Nachrichten Brandermittler rätseln weiter über Unglück in Mehrfamilienhaus
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18:47 27.05.2013
Der Anbau eines Mehrfamilienhauses in Altenhagen I brennt komplett ab. 75 Mitglieder der Feuerwehr sind im Einsatz und löschen bei strömendem Regen das Feuer. Quelle: CAP
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Springe

Gegen 23.30 Uhr am Sonnabend hörten Anwohner der Straße Sandweg in Altenhagen I einen lauten Knall. Kurz darauf drangen Flammen aus dem Anbau eines dreiteiligen Mehrfamilienhauses. Der 47-jährige Besitzer des Hauses nutzt diesen als Hobbyraum. Er wurde später mit schweren Brandverletzungen in ein Krankenhaus in Hannover eingeliefert. Vier weitere Bewohner, die sich im Haus aufhielten, blieben unverletzt.

Der 47-jährige Bewohner befindet sich zurzeit mit Brandverletzungen in einer Klinik in Hannover. Brandermittler haben den Mann noch nicht zum Hergang befragt.

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Laut Zeugenaussagen wurde der Anbau mit einem sogenannten Katalytofen geheizt. Dieses stromunabhängige Kompaktheizgerät wird mit Propangas aus einer Gasflasche betrieben. Beim Abschalten dieses Ofens soll es zu der Explosion gekommen sein. Anschließend stand laut Feuerwehr der komplette Raum in Flammen. Bis 2.40 Uhr löschten 75 Mitglieder der Feuerwehren aus Altenhagen, Alvesrode, Mittelrode, Ronnenberg, Springe und Völksen bei zum Teil strömendem Regen das Feuer. Anwohner bauten auf der Straße ein Partyzelt als Regenschutz auf und versorgten die Einsatzkräfte mit heißen Getränken.

Ein Übergreifen des Brandes auf das Haupthaus konnte verhindert werden. Allerdings musste die Feuerwehr die Dachpfannen entfernen, um nach weiteren Brandnestern zu suchen. In dem Anbau befand sich zudem der Erdgasanschluss des Gebäudes, der auch zerstört wurde. Nach Messungen der Feuerwehr ging von dem ausströmenden Gas aber keine Gefahr aus. Ein Mitarbeiter des zuständigen Energieversorgers sperrte die Gaszufuhr ab. Die Feuerwehr beendete den Einsatz gegen 4 Uhr.

Brandermittler der Polizei untersuchten das Areal am Montag. Die Beamten schätzen den Schaden auf etwa 60.000 Euro. Inwieweit der im Hobbyraum am Abend betriebene Katalytofen tatsächlich die Brandursache war, wird Gegenstand der weiteren Ermittlungen der Polizei sein.

Bernhard Herrmann

Dieser Artikel wurde aktualisiert.