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20:06 25.08.2016
Von Annegret Brinkmann-Thies
Muss aufgerissen werden: Das Kanalsystem in der Eichenstraße soll erneuert werden. Mischer
Bennigsen

Die Lärchenstraße wird danach komplett erneuert, die besser erhaltene Eichenstraße wird lediglich mit einer stärkeren Asphalttragschicht ausgestattet. Diesen Vorschlägen des städtischen Fachdienstes hat der Bennigser Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung geschlossen zugestimmt. Für den so geplanten Bauabschnitt V im Süllbergort müssen noch der Technische Ausschuss und der Verwaltungsausschuss ihr Votum abgeben.

„Wir brauchen die Trennung im Kanalsystem“, sagte Ortsbürgermeister Volker Gniesmer (SPD) mit Blick auf das Stark­regenereignis vor wenigen Wochen. In diesem Zusammenhang dankte er Ortsbrandmeister Patrick Finze ausdrücklich für den Einsatz der Bennigser Ortsfeuerwehr. Zwei Straßen pro Jahr sollen im Süllbergort unter- und oberirdisch erneuert werden. Mit der Eichen- und Lärchenstraße ist der Süllbergort nun beim fünften Abschnitt angekommen.

Die Sanierung der Eichenstraße werde in der nun vom Ortsrat beschlossenen Variante mit rund 996 000 Euro zu Buche schlagen, erklärte der Leiter des Fachdienstes Tiefbau, Gerd Gennat, in der Sitzung des Gremiums. Wäre die Entscheidung für einen Vollausbau - und damit auch der kompletten Erneuerung der Schichten unter dem Asphalt - gewählt worden, hätten sich die Kosten für die Anlieger um rund zehn Prozent erhöht. Nun sollen die Anlieger von den kalkulierten Gesamtkosten für diese sogenannte Sammelstraße rund 220 000 Euro tragen.

Auf rund 245 Metern müssen Schmutz- und Regenwasserkanäle verlegt werden. Der Unterbau rechts und links der Kanalschächte bleibt nunmehr unangetastet. Er sei auch in gutem Zustand, erklärte Matthias Rosching vom Ingenieurbüro Treuberg und Hinst, das mit der Planung für die Arbeiten an der Eichen- und Lärchenstraße beauftragt ist. Die Fahrbahn bekomme aber insgesamt eine deutlich verstärkte Asphaltschicht. Zudem werden Straßeneinläufe verändert: Acht der insgesamt 21 Einläufe können als sogenannte Bergabläufe mehr Wasser fassen. Der Gehweg wird in der Eichenstraße nicht angefasst. Er ist Anfang der Neunzigerjahre erneuert worden. Die Kosten von damals müssen die Anlieger allerdings jetzt mit bezahlen, wenn das Gesamtpaket Eichenstraße abgeschlossen wird.

Die Gesamtkosten für die Erneuerungsarbeiten an der Lärchenstraße bezifferte Gennat auf rund 760 000 Euro, davon sollen rund 240 000 Euro auf die Anlieger umgelegt werden. Rund 200 Meter Kanal müssen in der Lärchenstraße verlegt werden. Die sechs Meter breite Fahrbahn muss einen komplett neuen Unterbau bekommen. Hier lediglich die Kanalbreite vollständig wieder aufzubauen, mache wegen der Verschwenkungen der Rohre keinen Sinn, so Gennat. Auf Gossen solle aber komplett verzichtet werden. Sie seien wegen der Neigung der Straße nicht nötig und verursachten Mehrkosten.

Bei dem Gehweg setzt die Verwaltung auf eine abgespeckte Variante. Das Pflaster wird ausgetauscht, die tragende Schotterschicht zuvor verdichtet. Durch den Verzicht auf einen komplett neuen Gehweg könnten die Kosten für die Anlieger um zwanzig Prozent gesenkt werden, so Gennat.

„Dieser eingeschlagene Weg der Kanalsanierung in Bennigsen ist richtig“, betonte Gniesmer. Und dass das Kanalsystem sehr sanierungsbedürftig sei, machte Rosching vom Ingenieurbüro Treuberg und Hinst anschaulich mit unterirdischen Fotos. Sie zeigen, dass das Wurzelwerk der Bäume die alten Rohre aus Steinzeug perforiert hat. Das Schmutzwasser versickere massiv im Boden, so Rosching. Die neuen Rohre sind aus langlebigem Kunststoff. Die Anlieger sollen im November umfassend über das Projekt informiert werden.

In den nächsten Tagen soll die Markierung für Fahrradfahrer im Kreuzungsbereich von Burg- und Schulstraße aufgebracht werden. Der Kompromiss, der nach vielen Debatten im Ortsrat Springe sowie in der Arbeitsgruppe gefunden wurde, sorgt aber nach wie vor für Unmut. Von einer „extremen Verkehrsgefährdung“ spricht etwa Ulrich Kalinowski (CDU).

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