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19:47 21.12.2014
Carmen Jung wünscht sich mehr Kunden für ihre hübschen Deko-Artikel.
Carmen Jung wünscht sich mehr Kunden für ihre hübschen Deko-Artikel. Quelle: Brinkmann-Thies
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Springe

Geduld brauchten sie dabei vor allen Dingen mit dem Wetter. Statt mit Schnee, mussten sich die Springer bei ihrer Einkaufstour mit stürmischem Herbstwetter zufrieden geben. Auch wenn da die besinnliche Stimmung noch etwas auf sich warten ließ, sind die meisten Händler mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden.  „Viele Kunden kaufen erst kurz vor Weihnachten die Geschenke für den Nachwuchs“, sagt Sven Schweckendiek von „Sven’s Spielzeugparadies“. Für manche Internethändler sei es daher schwierig, noch rechtzeitig zu liefern. Das sei der Grund, warum sich immer mehr Kunden für die sichere Variante entscheiden und vor Ort einkaufen.

Das kann auch Buchhändlerin Karin Callegari von der „Buchhandlung am Nordwall“ bestätigen. „Die Kunden merken, dass wir genauso schnell liefern wie das Internet“, sagt sie. Dadurch hätten sie viele neue Kunden gewinnen können, darunter auch viele junge Leute. Zu den Kunden gehört auch Marion Sievers. „Ich kaufe möglichst alles in Springe und in Eldagsen“, berichtete sie. Dies sei nicht nur für sie selbst angenehm, es stärke auch die Standorte. Ähnlich sieht das auch Heidi Piephoe, die mit ihrer Tochter Cornelia Hilpert beim Herrenausstatter Bormann fündig geworden ist. „Was ich hier in Springe bekomme, kaufe ich hier auch“, erzählt sie.

Der Inhaber Erhardt Bormann kann in diesem Jahr bei seinem Weihnachtsgeschäft mehr Kunden als im Vorjahr begrüßen. Die persönliche Beratung würde geschätzt, sagt er. Häufig könnten Geschenkideen in einem persönlichen Gespräch mit den Kunden geradezu erarbeitet werden. Das mache die Menschen oft richtig glücklich, erklärt er. „Unterm Strich“ ist der Geschäftsmann so zwar zufrieden, doch Bormann macht auch deutlich: Die Innenstädte und auch Springe leiden an einer nicht ausreichend hohen Kundenfrequenz.

Dieses Problem kennt auch Carmen Jung. Die Inhabern der „Schatulle“ kritisiert: „Die Innenstadt ist viel zu ruhig.“ Es fehlte die Kundschaft, die einfach an den Läden entlang schlenderte und zum spontanen Kauf in die Geschäfte käme. „Das macht kein gutes Gefühl“, erklärt sie.

Von Annegret Brinkmann-Thies und Saskia Helmbrecht