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Nachrichten Unfallgefahr am Kurzen Ging: Eltern machen sich für sicheren Schulweg stark
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Eletern machen sich für sicheren Schulweg stark

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11:54 26.09.2019
Grünes Licht für Kinder: Hanna Kahle (links) nimmt die Unterschriftenliste von Anne-Katrin Rückert entgegen. Auch für Jette (5, links), die im nächsten Sommer eingeschult wird, und Maja (8) soll der Schulweg sicherer werden. Foto: Ackermann Quelle: r.mischer@ndz.de
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Gleich zweimal wurde die Warnbake auf der Verkehrsinsel gegenüber des Bildungszentrums BZE am Kurzen Ging an- und umgefahren – innerhalb von zwei Wochen. Für die Elterninitiative, die sich am Ebersberg für einen sicheren Weg zur Grundschule einsetzt, ein unheilvolles Zeichen dafür, was aus ihrer Sicht nicht rundläuft. „Die meisten sehen die Verkehrsinsel nicht. An der Stelle sehen wir viele Probleme“, sagt Kristina Beer-Zett.

Um den Schulweg ihrer Kinder sicherer zu machen, hatte sich die Initiative vor rund drei Wochen mit einem offenen Brief an die Stadtverwaltung gewandt. Ein Kritikpunkt: An der Straße Kurzer Ging komme es – auch auf Höhe des BZE – für Grundschüler immer wieder zu gefährlichen Situationen. Der Verkehr sei wegen der zahlreichen Zufahrten sehr unübersichtlich und gerade für Jüngere schlecht zu überblicken. „Die Stelle wird auch von Erwachsenen als Gefahr empfunden“, sagt Mutter Anne-Katrin Rückert.

Die Diskussion um eine Entschärfung der Verkehrssituation existiere bereits seit 25 Jahren und sei immer wieder Thema. Damit sich nun jedoch etwas ändert und Möglichkeiten – wie die einer Bedarfsampel – überprüft werden, sammelte die Elterninitiative Unterschriften. Die Liste mit 300 Signaturen überreichten Rückert und Beer-Zett jetzt an Stadt-Fachbereichsleiterin Hanna Kahle – stellvertretend für Bürgermeister Christian Springfeld. Unterzeichnet hatten die Petition neben Eltern von Grundschülern auch Familien der DRK-Kita Bison sowie der DRK-Kita Am Ebersberg.

Fotos verdeutlichen Perspektive

Um die Problematik anschaulich zu machen und ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, legten Beer-Zett und Rückert außerdem Fotos vor, die deutlich machten, dass am BZE aus der Perspektive eines Kindes herannahende Autos deutlich schwieriger zu sehen sind als aus Erwachsenenperspektive. Beer-Zett wies zudem darauf hin, dass sich die Situation verschärft habe: „Es werden immer mehr Autos und auch größere Autos.“ Der offizielle Unfallatlas zeige, dass sich in den vergangenen zwei Jahren verhältnismäßig viele Unfälle in dem Bereich ereignet hätten.

Kahle sicherte zu, dass weitere Maßnahmen intern geprüft würden. „Wir gucken, was machbar ist. Ich kann versichern: Wir gucken uns die Sache jetzt ganz genau an.“

Von Juliet Ackermann