Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Erdbeer-Ernte verzögert sich um etwa zwei Wochen
Umland Springe Nachrichten Erdbeer-Ernte verzögert sich um etwa zwei Wochen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 27.05.2013
Von Petra Zottl
Geduldsprobe: Peer Sander muss auf seinen Feldern zurzeit noch lange suchen, bis er bereits gerötete Früchte findet. Die meisten sind noch grün – die Sonne fehlt. Quelle: Petra Zottl
Anzeige
Springe

Es gibt wohl zurzeit kaum jemandem in der Deisterregion, der sich kein besseres Wetter wünscht - aber besonders inbrünstig tun dies die Erdbeerbauern. „Wir warten auf Sonne“, sagte Landwirt Hauke Flörke-Staats am Montag. Die Früchte auf seinem Feld an der Jägerallee seien gut gewachsen, aber eben alle noch grün. „In anderen Jahren haben wir um diese Zeit bereits Kirschen verkauft.“ Flörke-Staats rechnet mit zwei Wochen Verspätung.

Ähnlich ergeht es seinem Mitbewerber Peer Sander aus Gestorf. Zwar finde er an seinen Erdbeerpflanzen immer wieder vereinzelte reife Früchte. „Aber für zwei 500-Gramm-Schalen müssen wir zurzeit schon fast einen halben Hektar Ackerfläche ablaufen“, sagt der Unternehmer mit einem Anflug von Galgenhumor. Ab Dienstag will er einige seiner Verkaufsstände in Springe und Gestorf öffnen, um die bisher noch überschaubare Ernte zu verkaufen. „Wenn die dann abverkauft sind, müssen wir im schlimmsten Fall noch einmal wieder zumachen.“

Auch der Holtenser Erdbeerbauer Christoph Rokahr kann erst seit vergangenem Freitag ernten - im Gegensatz zu seinen zwei Mitbewerbern spricht er aber nur von einer Ernteverzögerung von einigen Tagen. „Die Natur ist schon etwas hinterher, aber die schönen Tage im April haben einiges wettgemacht“, sagt er. Voraussichtlich zum Wochenende will er seine Verkaufsstände öffnen.

Einig sind sich die drei Männer über eines: Es ist genug Regen gefallen. „So allmählich könnte mal jemand den Hebel umlegen“, scherzt Flörke-Staats. Die Landwirte trösten sich damit, dass Erdbeeren ein Schönwetterobst sind. „Bei kalten Temperaturen hält sich der Erdbeerhunger in Grenzen.“