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Gestorfs Ortsbürgermeister Eberhard Brezski zieht Bilanz

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17:14 30.12.2019
Arbeitet vor Ort für den Ort: Gestorfs Ortsbürgermeister Eberhard Brezski. Quelle: Foto
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Gestorf

Mit der Erweiterung der Gestorfer DRK-Kita um 30 Betreuungsplätze steht dem Ort ein positives und zukunftsorientiertes Projekt bevor – eigentlich. Doch Ortsbürgermeister Eberhard Brezski (SPD) weiß auch um die Kritiker: „Einige Eltern sind sauer, weil der Spielplatz in seiner bisherigen Form wegfällt.“

Brezski setzt auf Kompromiss

Schon beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses wurde ein großer Teil des Spielgeländes aufgegeben, kritisiert eine Elterngruppe. Nach dem Ausbau für 15 neue Kita- und 15 Krippenplätze bliebe für den zentralen von zwei Spielplätzen im Harbergort nur ein Rest an Platz mit wenig Anreiz zum Toben, Spielen und Verweilen. „Die genauen Pläne für das Areal werden noch vorgestellt“, so Brezski und hofft auf einen Kompromiss. „Uns fehlt aber seit Jahren ein Bolzplatz.“ Da werde man schauen müssen, wo das umgesetzt werden könne.

Ein positives Signal sieht der Sozialdemokrat in der Lösung für den Bürgerservice. In Gestorf wird während der sechsmonatigen Testphase eine mobile Sprechstunde angeboten. Im Harbergort können die Bürger am dritten Dienstag eines Monats von 8.30 bis 10.30 Uhr in die Räume der früheren Verwaltungsaußenstelle kommen. In diesem Zusammenhang lobt Brezski die gute und konstruktive Zusammenarbeit der Ortsbürgermeister. „Da ziehen alle an einem Strang.“

Nicht voran geht es indessen bei einem Dauerbrennerthema: „Wir hoffen, dass auf der Calenberger Straße durch Lärmmessungen eine Tempo-30-Zone entstehen kann“, so der Ortsbürgermeister.

Mittel stehen bereit

Mittel dafür sind im städtischen Haushalt eingestellt. Geärgert hat sich Brezski aber über die Reaktion von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, der lediglich von einer niedrigeren bis mittleren Belastung gesprochen hatte.

Auch über die Stadtverwaltung hat sich Brezski aufgeregt, die nicht auf Ortsratsanträge zu einer Verkehrsberuhigung reagiert hätte. „Das geht nicht, dass die Stadt das ignoriert hat.“ Vielmehr müsse dort notfalls der Konflikt mit dem Land und der Straßenverkehrsbehörde gesucht werden. „Anders kommt man da nicht voran.“ Der Verkehr auf der Calenberger Straße werde künftig wahrscheinlich weiter zunehmen – allein wegen des Online-handels, ist sich Brezski sicher.

Stillstand herrsche derzeit auch in puncto des erhofften Neubaugebiets Voges Garten. Hier liegen die finanziellen Erwartungen von einigen Anliegern und dem Angebot der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) offenbar zu weit auseinander. Er werde das Gespräch mit der NLG noch einmal suchen und noch nicht aufgeben, versichert Brezski. Denn auch ihm wäre eine Innenverdichtung am liebsten, um den Ort weiterzuentwickeln.

Froh ist er über die gute Infrastruktur: Kindergarten und Grundschule seien ebenso vorhanden wie ein Frischemarkt, in dem auch Postgeschäfte erledigt werden können. Gesunde Lebensmittel wie Erdbeeren, Äpfel und Kartoffeln würden in Betrieben vor Ort selbst produziert. Stolz ist der Ortsbürgermeister nicht zuletzt auf die gut funktionierende Jugendfeuerwehr, die die Reihen der Aktiven speise. Auch im Vereinsbereich sei Gestorf gut aufgestellt.

Von Anne Brinkmann-Thies

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