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GrünenOrtsgruppe diskutiert mit Gästen

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17:16 29.09.2019
Die Grünen sammeln bei ihrem Treffen verschiedene Ideen. Quelle: FOTO
Springe

Mit so einem Zulauf hätten sie nicht gerechnet, sagte Thomas Hüper-Maus angesichts der vielen Gäste bei der offenen Verbandssitzung. „Gewöhnt sind wir sechs bis acht Personen“, sagte der Grünen-Chef. Die Mitglieder trafen sich zuvor nicht öffentlich, um Ideen zu entwickeln, die anschließend vorgestellt werden sollten. Konkrete Ergebnisse gab es allerdings noch nicht.

Die Situation sei ähnlich wie vor 40 Jahren, als es um das Kernkraftwerk Tschernobyl ging und „wir unsere große Demo-Zeit hatten“, bemerkte Elke Thielmann-Dittert. Zwar sei es danach lange Zeit wieder ruhig gewesen, aber inzwischen mache sich „das Volk wieder bemerkbar“.

Vier Schwerpunkte

„Wir haben uns Ideen notiert. Es sind aber noch keine konkreten Anträge formuliert worden“, sagte die Grünen-Chefin Natalie Bani Ardalan. In einem Brainstorming erarbeitete die Gruppe Ideen und Vorschläge, die zum Schutz des Klimas und Erhalt der Flora und Fauna in der Stadt beitragen sollen. Die vier Schwerpunkte bildeten der Innenstadtverkehr, die Bewirtschaftung von Grünflächen, Neubaugebiete sowie Energieversorgung. Zwar sei es nicht ganz im Sinne der politischen Agenda der Umweltpartei, Neubaugebiete zu fördern, hieß es. Wenn man sich aber kategorisch gegen Neubaugebiete ausspräche, sei das schlecht für junge Familien, die sich in Springe niederlassen wollen. Stattdessen sollte man auf Sanierung, Gebäudestandards und Generationengerechtigkeit setzen.

Peter Klinger, einer der Gäste, kritisierte den Umgang mit den Grünflächen nahe der Haller im Bereich Großer Graben/Mozartstraße. Dort werde seit rund 15 Jahren „Mist gebaut“ sagte er und wünschte sich dort ein Konzept für die Grünflächenpflege. Bereits im Oktober 2006 habe laut Klinger der Nabu gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Jörg-Roger Hische überlegt, ob radikale Pflegemaßnahmen weitergeführt werden sollen. „Man fährt mit dicken Baggern und macht alles platt“, so Klinger. Zerstört werde dabei nicht nur die Grünfläche, sondern auch die Tierwelt, die sich dort angesiedelt habe, „denn schließlich bauten Blindschleichen und Ameisen dort ihre Nester“. Klinger empfahl daher, die Grünflächen nur einmal im Jahr zu mähen.

Neugierig waren die Parteimitglieder zudem, was derzeit an den Schulen im Bereich Klimaschutz passiere. Zwar lobten die Teilnehmer, dass die Schulen sich klimafreundlichen Aktionen widmeten und Umweltprojekte anböten, kritisierten aber zugleich die Klassenfahrten nach Australien. „Das ist Etikettenschwindel“, sagte ein Gast, der auch betonte, dass ein erhobener Zeigefinger nicht angemessen sei, stattdessen aber das Thema pädagogisch aufbereitet werden müsste und Alternativen angeboten werden sollten.

„Sind nur vier von 36“

Unstrittig sei zudem für die Parteimitglieder, dass die Stadt die Klimaneutralität anstreben müsse – die Frage sei nicht ob, sondern bis wann dies erreicht werde. Die guten Vorsätze und Visionen seien zwar da, aber „wir sind nur vier von 36“, sagte Hüper-Maus. „Da können wir mit unseren Anträgen kommen und für Furore sorgen, aber wenn wir wirklich was verändern wollen, muss sich im Stadtrat was verändern.“

Von Patricia Szabo

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